Geld und Geldschöpfung

Einblicke in ein Enteignungssystem

Von Tobias Tulinius und Florian Hauschild

(Vorbemerkung: Die hier dargstellten Mechanismen des Geldsystems sollen nicht die klassischen, weitestgehend bekannten Probleme des Kapitalismus negieren. Eine aufgeklärte Geldsystemanalyse ist nicht als “Verkürzte Kapitalismuskritik” zu verstehen, sondern vielmehr als Erweiterung ebendieser Kapitalismuskritik. Auch ist mit den dargestellen mathematisch-logischen Fakten des Geldsystems keine Kritik an bestimmten Berufsgruppen zu verwechseln. Ziel ist viel mehr aufzuzeigen, dass die Probleme im Geldsystem systemischer Natur sind, nicht akteursbezogener. Siehe auch: Neues zur Geldsystemdebatte – Diffamierungen und konstruierte Gegenargumente)

In den Monaten  ließ sich beobachten, dass die grundlegenden Fragen unseres Geldsystems immer mehr den Mainstream erreichen. Denn klar ist: Die anhaltende massive Enteignung der Öffentlichkeit durch ein oligarchisches Schuldgeld-System ist nur aufgrund der noch massiveren Ignoranz und Unwissenheit eben jener Öffentlichkeit möglich.

Solange ein Großteil der Bevölkerung gar nicht weiß oder aufgrund eines Gefühls der Macht- und Hilflosigkeit nicht wahr haben will, dass das bestehende Geldsystem gezwungenermaßen zur Massenenteignung führen muss, kann dieses Spiel, mit wechselnden Währungen, praktisch unendlich weiter gespielt werden. Der Grundmechanismus hinter all dem ist gleichwohl mehr als simpel:

Geld wird im bestehenden System vor allem durch ein oligarchisches Bankenoligopol in Umlauf gebracht (geschöpft) – und zwar als verzinste Schuld. Auf welch verschlungenen Wegen auch immer Kreditlinien und Zahlungsverpflichtungen ihren Lauf nehmen, es gilt: Am Ende der Kette landet der Zins der Kredite immer bei der Quelle des Geldes; bei den Banken, die es geschöpft haben.

Hinzu kommt, dass eben jenes Geld das für den Zins aufgebracht werden muss, im ursprünglich platzierten Kredit nie enthalten ist. Die Geldmenge muss also im Zeitverlauf zwangsweise ständig erhöht werden und zwar – aufgrund des Zinseszinseffektes – mit einer exponentiellen Logik. Immer absurdere Schulden- und (auf der anderen Seite) Vermögensstände sind die Folge.

Nun sind all diese Kredite, Verschuldungen, Geldvermögen und Zahlungsverpflichtungen natürlich nur imaginäre Buchungen. Problematisch wird dies alles aber, wenn eine durch Konzernmedien und Politpropaganda desinformierte und manipulierte Bevölkerung glaubt, bei all dem handele es sich um legitime Verbindlichkeiten, für die sie aufzukommen habe. Aus imaginären Buch-Schulden wird dann eine konkrete physische Enteignung der Öffentlichkeit durch so genannte „Privatisierungen“ und Pfändungen.

Die Bevölkerung lässt sich hierbei genau so lange an der Nase herumführen wie Ignoranz und Unwissenheit bezüglich dieser Mechanismen aufrechterhalten werden. Um dem entgegenzuwirken soll im Folgenden nochmals in umfangreicher Form die bestehende Logik der Geldschöpfung skizziert werden:

Der Darstellung dieser so genannten “Giralgeldschöpfung” liegt ein  PDF der Bundesbank zu Grunde.(Neuer Link: http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Standardartikel/Service/Schule_und_Bildung/geldschoepfung.html)

Die Mindestreserve

Eine wichtige Funktion im derzeitigen Geldsystem nimmt die Festlegung einer Mindestreserve der Geschäftsbanken bei der Zentralbank ein. Diese Mindestreserve beträgt im Euroraum 2%. Die Mindestreserve muss von einer Geschäftsbank auf dem eigenen Zentralbankkonto hinterlegt werden – und zwar für das Buchgeld, das die Geschäftsbank auf den Girokonten ihrer Kunden gutgeschrieben hat.

Erzeugung von Buchgeld:

Da eine Bank also nur über 2% der von ihr gebuchten Gelder wirklich verfügen muss, ergibt sich daraus, dass die Bank Geld erzeugen oder auch „schöpfen“ kann. Um einen Kredit von 10.000 Euro zu vergeben benötigt die Bank 200 Euro anderweitig nicht benötigtes Guthaben auf ihrem Zentralbankkonto.

Verfügt die Bank über diese Rücklage bei der Zentralbank, kann der Kredit an den Kunden direkt vergeben werden: Dem Kunden der Bank werden also einfach 10.000 Euro auf seinem Girokonto gutgeschrieben. Geld das vorher niemand anderes besaß, es wurde durch die Kreditvergabe erst geschöpft, sprich die Information hierüber wird in die Computerdatei des Girokontos geschrieben.

Obwohl die Bank das geschöpfte Geld vor dem Kredit nicht besessen hatte, da es schlichtweg nicht existierte, ist sie nun berechtigt Zins für das neu geschöpfte und zugleich verliehene Geld zu kassieren.

Zu beachten ist auch: Analog zur Erzeugung des Buchgeldes durch Kreditvergabe wird das Buchgeld durch Kreditrückzahlung wieder vernichtet; d.h. würden (in einem theoretischen Moment) tatsächlich alle Kredite zurückgezahlt, gäbe es kein Buchgeld mehr.

Durchführung der Kreditvergabe:

Klassischerweise mussten Kreditnehmer vorweisen „kreditwürdig“ zu sein. De facto wurden diese Voraussetzungen jedoch längst außer Kraft gesetzt, da Banken natürlich ein Interesse daran haben immer mehr Schuldner zu erzeugen. Privathaushalte (bspw. im Zuge der Subprime-Kreditvergabe), Unternehmen und schließlich ganze Staaten gerieten und geraten so massenhaft in die Schuldenfalle.

Aber was genau geschieht nun bei der Kreditvergabe von 10.000 Euro an einen Bankkunden? Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Fall Eins: Die Geschäftsbank verfügt auf ihrem Zentralbankkonto noch über 200 Euro, als so genannte Überschussreserve. Mit 200 Euro freiem Guthaben auf ihrem Zentralbankkonto kann die Bank wie oben beschrieben 10.000 Euro Kredit vergeben.

Fall Zwei: Die Bank nimmt einen Kredit von der Zentralbank über die 200 Euro auf und vergibt dafür einen Kredit von 10.000 Euro. Dies ist laut dem oben genannten PDF der Bundesbank der Normalfall. Für die 200 Euro zahlt die Bank den Leitzins an die Zentralbank und kassiert den weit höheren Kreditzins über 10.000 Euro vom Kunden.

Fall Drei: Ein anderer Kunde zahlt 205 Euro in bar bei der Bank ein und die Bank bucht die 205 Euro auf ihrem Zentralbankkonto ein. In diesem Fall kann die Bank dann 200 Euro Bargeld als Absicherung für den 10.000-Euro-Kredit benutzen. Die verbliebenen 5 Euro Bargeld reichen als Reserve für bis zu 250 Euro Sichteinlage des Kunden, der die 205 Euro Bargeld eingezahlt hat, welches nun zu Buchgeld auf seinem Girokonto bei der Geschäftsbank geworden ist.  In diesem Fall spart die Bank die Zinsen für den 200-Euro-Kredit von der Zentralbank.

Fall Vier: Ein Kunde legt 10.000 Euro Sichteinlagen für mindestens 2 Jahre auf einem Sparbuch fest an. Dieses Geld wird dadurch zur Spareinlage und muss nicht mehr von der Mindestreserve der Bank abgedeckt werden.

Falls der Kunde das Geld allerdings bar abheben will, müsste sich die Bank 10.000 Euro Bargeld besorgen, sofern sie diese gerade nicht im Tresor hat. Das bedeutet, sie müsste im Extremfall weitere 10.000 Euro bei der Zentralbank als Kredit aufnehmen und sich in bar auszahlen lassen.

Wird nun nach der Kreditvergabe der Kredit in Höhe von 10.000 Euro als Bargeld ausgezahlt und bei einer anderen Bank wieder eingezahlt (siehe Fall Drei), könnte diese Bank dann diese Summe wieder bei der Zentralbank hinterlegen, diese 10.000 Euro, die dann wieder Buchgeld sind, mit 200 Euro Bargeld absichern, und die verbleibenden 9.800 Euro Bargeld nutzen, um 490.000 Euro Buchgeld zu schaffen.

Wie viel Geld Banken durch Kredit schöpfen können ist also auch vom Verhalten ihrer Kunden abhängig. Wenn eine Bank viele kleine Privatkunden hat, die relativ viel Bargeld abheben und wenig digitale Geschäfte tätigen wird sie relativ mehr Bargeld brauchen als eine sehr große Geschäftsbank, mit vielen Großkunden, die ihre Geschäfte meist digital abwickeln.

Verhältnis Bargeldmenge zu Buchgeldmenge:

Aus der aufgezeigten Kreditvergabepraxis ergibt sich, dass nur für einen Teil der Buchgeldmenge, Bargeld zum Auszahlen existiert. Dennoch wird von Seiten der Banken versucht, den Eindruck zu erwecken, jeder Kunde könnte jederzeit sein Geld abheben. Es liegt im Interesse der Banken Buchgeld als kongruent zu Bargeld erscheinen zu lassen. Allerdings ist nur Bargeld (also Zentralbankgeld) gesetzliches Zahlungsmittel.

Geschäftsbanken sind darauf angewiesen, dass möglichst viele Geschäfte digital getätigt werden ohne dass echtes Bargeld zum Einsatz kommt, denn eine Geschäftsbank kann nicht beliebig hohe Kredite von der Zentralbank aufnehmen. Diese müssen wiederum besichert sein. Die genauen Geschäftsgebaren zwischen Geschäftsbanken zu Zentralbanken sind jedoch sehr komplex.

Als Kunde kann man die Macht von Geschäftsbanken schmälern in dem man möglichst viel Bargeld vom eigenen Girokonto abhebt.

Tilgung des Kredits:

Da das von Beginn an tot geweihte Buchgeld durch Kreditrückzahlung wieder vernichtet wird, entsteht für die Banken ein Anreiz, die Tilgung zeitlich so weit zu verzögern wie möglich. Die von der Bank vorgeschlagene monatliche Tilgung (=Kreditrückzahlung) ist im Normalfall viel niedriger als der monatlich zu zahlende Zins. Sondertilgungen sind nicht immer möglich.  Durch diese vorherige Festlegung wird es dem Kunden unmöglich gemacht, vorzeitig das Kreditverhältnis zu beenden, auch wenn er theoretisch dazu in der Lage wäre. Ziel der Banken ist es, Kunden möglichst lange in der Zinszahlungspflicht zu halten.

Das Zinssystem als weiteres ungerechtes Element des Geldsystems:

Die Erlaubnis für einen „Rohstoff“ (Buchgeld), der einfach als digitale Recheneinheit geschaffen wird einen Preis (Zins) kassieren zu dürfen, ist ein Alleinstellungsmerkmal der Banken am Markt.
Buchgeld zieht zudem weiteres Geld an. Wer viel hat, bekommt im bestehenden Geldsystem immer noch mehr: Geld das auf Konten oder Sparbüchern geparkt ist und verzinst wird, wird durch die Zinsen mehr und die Gesamtsumme wird dann wiederum verzinst, der so genannte Zinseszinseffekt.

Mathematisch gesehen handelt es sich hierbei um eine Exponentialfunktion: eine Kurve, die erst langsam ansteigt aber nach einigen Jahrzehnten regelrecht nach oben „explodiert“. Beispiele zur Berechnung von Zins und Zinseszins gibt es hier.

Wer hingegen verschuldet ist, muss nicht nur seine Schuld abtragen, sondern auch noch die Zinsen für seinen Kredit finanzieren. Zu beachten gilt dabei auch, dass die „vollen“ Konten der Einen das Rückzahlen der Schulden der Anderen erschweren bzw. unmöglich machen.

Wie oben aufgezeigt entsteht Buchgeld als Schuld. Wird Buchgeld auf einem Konto gespart und nicht mehr ausgegeben, muss die Buchgeldmenge also weiter erhöht werden, damit überhaupt an anderer Stelle die laufenden Kredite (=Schulden) bedient werden können. Dies führt zu immer neuen Schulden.

Auch die Tatsache, dass der Zins in der geschöpften Kreditbuchgeldmenge nie enthalten sein kann, führt zu immer neuen Schulden.

Der Zins muss entweder der bereits vorhandenen Geldmenge anderer Marktteilnehmer entnommen werden, oder aber wiederum durch neue Kredite finanziert werden (entweder vom Kreditnehmer selbst, oder von anderen Markteilnehmern, die ihrerseits im Wirtschaftsprozess den Beispielkreditnehmer bezahlen). Ein klassisches Schneeballsystem.

Sonderfall der Buchgeldschöpfung:

Es wird immer wieder behauptet, Banken könnten nicht einfach für sich selbst Buchgeld erschaffen. Die Bundesbank widerspricht dem eindeutig: Zitat Bundesbank-PDF Seite 72:

„Auch kann die Geschäftsbank den Ankauf eines Vermögenswerts durch Gutschrift des Kaufbetrags auf dem Konto des Verkäufers bezahlen. Sie ist dann Eigentümerin des Vermögenswerts. Das kann beispielsweise eine Immobilie sein, die sie selbst nutzt oder die laufend Mietertrag abwirft. Bezahlt bzw. finanziert hat sie diese Immobilie mit selbst geschaffenem Giralgeld.“

Fazit:

Die Buchgeldmengensteuerung über eine Mindestreserve von nur 2% (USA 10%, China 21%) bietet Banken den Ausgangspunkt zum Schaffen von neuem Geld.

Die Entstehung des Geldes als Schuld (also als laufender Kredit für den Zinsen zu entrichten sind) gepaart mit ungleicher Verteilung desselben, sorgt ebenfalls für immer neue Schulden. Hinzu kommt die Geldmenge der Zinsen, die als Preis der Buchgeldmenge nicht in ebendieser Buchgeldmenge enthalten sein kann, und somit wiederum nach Finanzierung über neue Schulden verlangt.

Mit einem solchen Blick auf die uns oft verborgenen Mechanismen im Geldsystem, lässt sich schließlich auch die Entstehung des modernen Finanzkapitalismus miterklären. Die riesigen Buchgeldmengen schreien nach Anlagemöglichkeiten. Dies ist, neben anderem, ein Grund für die Entwicklung von immer neuen Finanz“produkten“.

Die Kreditvergabe durch Buchgeld dreht die entstehenden Anreize, im Vergleich zu einer Kreditvergabe aus Bargeld zwischen zwei Privatpersonen, regelrecht um: Normalerweise hätte ein Kreditgeber Interesse daran, sein Geld möglichst schnell zurück zu bekommen, weil er tatsächlich in der Zeit des laufenden Kredites darauf verzichtet, mit seinem Geld zu wirtschaften. Da Buchgeld durch Rückzahlung vernichtet wird und die Rückzahlung einfach nur das Ende des Zinsgeschäftes bedeutet, ist es im Fall der Geschäftsbanken umgekehrt.

Aus demokratietheoretischer Sicht muss das bestehende System der Buchgeldschöpfung scharf verurteilt werden, denn es handelt sich hierbei um ein oligarchisches Herrschaftsverhältnis. Als eine erste Notfallmaßnahme soll hier vorgeschlagen werden, die Lizenz zum Erschaffen von Buchgeld den Geschäftsbanken zu entziehen und in die Hände des Staates – sprich einer demokratisch organisierten Gesellschaft – zu legen.

Ebenfalls ist es möglich, parallel zum jetzigen Geldsystem, neue, basisdemokratische, kommunale, öffentliche Geldsysteme zu etablieren. Zahlreiche funktionierende Regiogelder existieren bereits. Hier ein Beispiel aus Deutschland und eines aus Brasilien.

Nach demokratietheoretischen Gesichtspunkten ergeben sich hierbei folgende Fragen:

Wieso hat der Staat Privatbanken die Lizenz zur Geldschöpfung übertragen? Die direkte Vergabe von Krediten an die öffentliche Hand durch die Zentralbank ist im Euroraum seit der zweiten Stufe der Europäischen Währungsunion von 1994 verboten, d. h. der Staat muss sich Geld bei Geschäftsbanken bzw. am Rentenmarkt leihen.

Wieso verschuldet sich der Staat – also wir alle – bei Privatbanken in Geldeinheiten, die diese schöpfen?

Wieso wird das Bereitstellen eines funktionierenden Geldsystems als größtenteils private und nicht als öffentliche Aufgabe betrachtet?

Wieso gibt es keine kommunalen, öffentlichen Banken, die ebenfalls Geld schöpfen dürften?

Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen führen zu einer weiteren, entscheidenden Frage: Nämlich wie ohne ein demokratisches, gerechtes Geldsystem ein demokratisches politisches System und eine stabile Wirtschaftsordnung möglich sein soll. Die Frage, ob wir in einer Demokratie oder unter einer Diktatur der Finanzmärkte leben wollen, hängt zentral von der Art des Geldsystems ab, das wir nutzen.

Nachtrag:

Im Artikel wurden die Basel-Gesetze nicht erwähnt. Diese schreiben Banken eine so genannte Eigenkapitalhinterlegung zusätzlich zur Mindestreserve für alle vergebenen Kredite vor. Die Banken müssen also, um immer mehr Kredite vergeben zu können (wozu dieses Geldsystem zwangsläufig führt), immer mehr Eigenkapital ansammeln. Im Klartext: Sie müssen ihre Marktmacht in der sogenannten Realwirtschaft ständig erhöhen.

Inwiefern jedoch die Basel-Gesetze wirklich geeignet sind, die Kreditvergabe der Banken zu beschränken, ist umstritten. Im Zuge der „Finanzkrise“ wurde den Banken erlaubt, Wertpapiere nach Einkaufspreis (nicht nach aktuellem Marktpreis) zu bewerten. Sie können somit ganz legal ihre Bilanzen aufhübschen/fälschen. Zum generellen Problem der Eigenkapitalbewertung hier ein Auszug aus dem Buch „Das Ende des Geldes“ von Franz Hörmann und Otmar Pregetter:

„Nach den Regeln von Basel II und Basel III sollen Kredite sogar mit 8 Prozent Eigenkapital oder mehr gedeckt werden, je nach Risikogehalt dieser Kredite. Eigenkapital ist aber nichts anderes, als die rechnerische Differenz zwischen der Summe aller Posten der Aktivseite und den Schulden auf der Passivseite der Bilanz. Welche Zahlenbeträge für die Posten der Aktivseite in diese Rechnung wirklich eingesetzt werden, d.h. die Regeln ihrer Bewertung, erfährt die Öffentlichkeit aber nicht, und falls doch, dann ist sie entsetzt, und selbst Wirtschaftsprüfer sprechen dann offen von Betrug.“ Seite 145/146

Der Artikel erschien mit anderer Einleitung bereits auf le bohémien. Dort werden auch umfangreich die hier präsentierten Fakten besprochen. Es ist daher sinnvoll, wenn sich die hier folgende Diskussion auf mögliche alternative Zahlungssysteme konzentriert.

Quark me: QNhXHsHKnu3CFLuqwq5u7q5SDRs5yAwDMY

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Warum spenden?: Selbstverständnis eines Bloggers – Journalismus im schwarmintelligenten Wandel

- Englische Übersetzung

- Spanische Übersetzung

126 Responses to “Geld und Geldschöpfung”

  1. Ich versuche schon länger, diese Sachverhalte meiner Umwelt zu vermitteln. Man müßte einen drastisch vereinfachten Schriftsatz entwerfen, in der nur das Wesentlichste enthalten ist. Ohne Schachtelsätze, eben Simpeldeutsch. Mir ist es auch noch nicht gelungen, Leute zu überzeugen, da man man zu viele Sätze benötigt und wenn diese dann auch noch gehaltvoll sind, steigt der Simpel nach dem zweiten Satz aus.

    • Sie haben recht, ich habe bereits versucht mit mehreren Bekannten über die massiven Lokigfehler im bestehenden Geldsystem zu diskutieren.Darunter sogar mit jemand, der bei der Sparkasse gelernt hat…sehr müßig.Viele verweigern sich dem Blick aus der Vogelperspektive oder der einfachsten möglichen Betrachtung.Aus meinen bisherigen Recherchen versuche ich einmal in verständlicher und kurzer Form die aus meiner Sicht bestehenden Systemfehler zu vermitteln.

      1.Ein System, was in seiner einfachsten Darstellung nach kürzester Zeit Fehler aufzeigt und kollabiert, wird nicht dadurch funktionstüchtig indem man es um das millionenfache aufbläst. Die Fehler treten nur entsprechend später auf, dafür mit millionenfacher Verstärkung.

      2. Geld kommt in seiner ursprünglichen Form nur und ausschließlich über Kredite in den Umlauf. Von dem sich so im Umlauf befindlichen Geld bleibt ein Teil im steten Umlauf, der größte Teil sammelt sich in der allseitsbekannten und schier unglaublichen Vermögenskonzentration unserer “Eliten“ und “erbenden Eliten“.

      3. Schulden können nur aus dem sich im Umlauf befindlichen Geld getilgt werden. Eine Tilgung erfordert aber auch eine Reduktion des Guthabens…(etwas bei jemandem “guthaben“)
      .Wenn ich 1000€ auf meinem Girokonto habe, schuldet mir die Bank jederzeit 1000€. Ich habe hingegen 1000€ bei der Bank “gut“…deswegen das Wort “Guthaben“.
      Hebe ich nun 1000€ ab, so begleicht die Bank in diesem Moment ihre Schulden bei mir.Mein Guthaben beträgt aber nun 0€ (!). Dies akzeptieren wir alle, wir haben die geschuldete Leistung ja erhalten (Aus “wertlosem“ digitalem Buchgeld wurde “wertloses“ Zentralbankgeld in Papierform).

      4. Lebensversicherungen, private Altersvorsorgen etc. basieren zu einem beträchtlichem Teil auf Staatsanleihen. Unsere “Guthaben“ in diesen Produkten müssten sich nach in Punkt 3 beschriebener Gesetzmäßigkeit verringern sobald der Staat tatsächlich einmal anfangen würde seine Schulden zu tilgen. Na, merken sie etwas? Lustiger noch, um seine Schulden zu tilgen müsste er ersteinmal an die Guthaben kommen, ein klassischer Zirkelschluss.

      5. Wachsende, bzw. verzinste “angelegte“ Guthaben wollen und fordern alle. Wachsende und verzinste Schulden will aber lustigerweiser kaum jemand…Spock würde sagen “faszinierend“.

      Momentan haben die zu unserem Wohle vepflichteten und gewählten Politiker noch nicht den Schneid, ihrem Volk die Tatsache auf den Tisch zu legen, dass eben all ihre Guthaben die Schulden anderer sind und egal was passiert, sobald die Schulden getilgt ODER erlassen werden (und im Gesamtsystem die Schuldenmasse nicht weiter ansteigen kann/darf oder soll…) die Guthaben naturgesetzmäßig verschwinden werden.
      Ich bin nicht gläubig, aber helfe uns Gott, das dies ohne Kriege, Mord und Totschlag über die Bühne geht.
      P.s. ich habe diesen Text mit nem Smartphone geschrieben und entschuldige mich gleich bzgl. schreib und Tippfehler.

    • Aus facebook:

      “Das Problem lässt sich ganz einfach beheben. Die Bank verleiht Geld, dass ihr nicht gehört und bekommt dafür Zinsen. Das Geld gehört dem Sparer. Verliert die Bank, verliert nicht sie, sondern A. Gewinnt die Bank, geht A weiterhin leer aus. Der Buchhungssatz der Bank dürfte lauten: Forderung an Verbindlichkeit. Was einer Bilanzverlängerung, aber keiner reelen Geldmehrung, also Geld, das realwirtschaftlichen Größen gegenübersteht, entspricht. Der Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt und wenn der Gesetzgeber sagt 2 % Bargeld müssen hinterlegt sein, dann kann eine Bank das fünfache an Geld, dass sie nicht zu mehr als 2% verleihen und macht quasi aus nix Geld, ohne dass diesem auch nur eine realwirtschaftliche Größe gegenübersteht. So vermehrt sich Geld, aber nicht Kapital. Geht alles Schief, muss die Bank zwar ihre Verbindlichkeiten begleichen, hat am Ende immer noch mehr als nix und A hat real Werte verloren, denen Arbeit und tatsächliches Vermögen gegenüber stehen. Er hat verloren. Das ist die Illusion des Geldes, vor der die klassichen Ökonoen des 19. Jahrhunderts gewarnt haben, weshalb sie auch keine großen Fans des Zinssystem waren und die Geldmenge immer mit dem real vorhandenen Vermögen, in greifbarer Form, gleich gesetzt haben und ein entsprechend geartetes Geld- und Finanzsystem gefordert haben.
      vor 49 Minuten · Gefällt mir

      Man kann auch sagen, ich zahle meiner Bank 100 Euro ein. Sie kann das 50 fache an Kredite vergeben. Das sind 50.000 Euro. Darauf verlangt sie 3 % Zinsen. Das macht 150 Euro aus dem nichts. Davon erhalte ich max 2 % auf meine 100 Euro. Das macht 2 Euro. Unterm Strich hat die Bank also 50.148 Euro aus meinen 100 Euro gemacht.
      vor 46 Minuten · Gefällt mir

      “Behben kann ich das, indem ich folgendes mache. Erstens die Bank darf nur das Geld verleihen was sie hat und nur dann, wenn ich, der ich meine 100 Euro dort hintrage, es ihr gestatte.”

    • Weiter unten, Kommentar von “Neues Bewusstsein” ist nun alles in ganz einfachen Sätzen nochmal erklärt :-)

    • Die Fakten über das Geld-System:

      Die Banken (Zentralbanken, Geschäftsbanken etc..) haben das Monopol über die Geldschöpfung. Sie sind Private Institutionen.

      Auch Zentral- und Nationalbanken sind komplett unabhängig. Diese bestimmen selbstherrlich die Geldpolitik. Wählen kann man nicht wer dort aktiv sein soll.

      Der Staat darf kein Geld schöpfen, er muss sich bei den Banken verschulden.

      Bei jeder Kreditvergabe entsteht brandneues Geld, welches vorher nicht existierte.

      Das ganze Geld_System ist auf SCHULD (=Kredit) aufgebaut.

      Das ganze Geld der Welt gehört den Banken. Sie leihen es dem Staat und den Menschen mittels Krediten nur aus, und verlangen dazu auch noch Zinsen und Zinseszinsen.

      Das Geld_System ist ein Schuld_en_System und ein Enteignungs-System.

      Wenn alle Schulden zurückbezahlt werden würden, gäbe es kein Geld mehr, aber immer noch Schulden, da das Geld für die Zinsen nicht erzeugt wird bei der Kreditvergabe.

      Jeder Geld_Schein ist ein Schuld_Schein.

      „Der Schuldner ist seines Gläubigers Knecht.“ (Sprüche 22:7) Durch dieses Geld_System ist der Staat und der Mensch automatisch der Sklave (Knecht) der Banken.

      Die Geschäftsbanken im EU-Raum brauchen nur eine sogenannte Mindestreserve von 2 % um Kredite (=neues Geld) geben zu können.

      Das heisst: Aus 2’000 Euro „Eigenkapital“ kann eine Geschäfts- und PrivatBank einen Kredit geben von 100’000 Euro.

      Das „Eigenkapital“ kann sich die Geschäftsbank von der Zentralbank ausleihen zu einem niedrigen Zinssatz. Aus diesem Geld kann sie dann mehr als das 50-fache erzeugen (bei jeder Kreditvergabe).

      Banken erzeugen somit Geld aus Luft, und lassen dieses Geld „dinglich“ absichern.

      Es gibt nur Schuld_Geld in diesem System. Auf jeden Euro gibt es eine Forderung der Bank es zurückzuzahlen.

      „Geld regiert die Welt“. Die Banken regieren das Geld. Somit kontrollieren die Banken die Welt. Sie kontrollieren die Marionetten-Regierungen, die alle gleich geschalteten Mainstream_Medien (Fernseh, Radio, Zeitung), sowie praktisch alle systemrelevanten Institutionen, Organisationen und Verbände. Auch das Justizsystem wird von den Banken kontrolliert.

      Millionen_Spenden an Politische Parteien gelten als „normal“.

      Krieg ist für Banken Profit. Kriege werden mit Schulden (=Kredite) finanziert.

      Die internationalen Bankiers haben im 1. und im 2. Weltkrieg beide Seiten finanziert.

      Der Euro, der Dollar etc.. sind „Fiat-Geld“. Dieses Geld wurde in Anlehnung an den Bibelspruch »Es werde Licht!« (»Fiat lux«) so benannt.. „Es werde Geld“ …

      Das Geld ist schon seit 1971 nicht mehr durch Gold oder ähnliches gedeckt.

      Auf dieser Welt gibt es UNBEGRENZT viel Geld. Geld entsteht im Computer.

      Ca. 95 % des Geldes ist Buchgeld (nur im Computer vorhanden). Ca. 5 % des Geldes besteht aus Noten und Münzen.

      Geld ist nur knapp (für das Volk), weil es künstlich knapp gehalten wird.

      Die Staaten haben kein Geld, sie haben nur Schulden und ein begrenztes Budget…

      Die Staatsverschuldung dient der Umverteilung von Unten nach Oben.

      Die Schulden steigen exponentiell, aufgrund des Zinseszinseffekts.

      „Der Josephspfennig“ verdeutlicht die unfassbare Exponentialkraft des Zinseszins, denn hätte man vor 2’000 Jahren nur EINEN Cent angelegt auf einem Bankkonto zu 5 % Zins, so bekäme man heute dafür ca. 200 Millionen ERDKUGELN AUS PUREM GOLD.

      Wenn der Staat seine Schulden, bezw. Die Zinsen dafür nicht mehr bedienen kann, muss er Staatseigentum verkaufen an die Private Banken, wie z.B. Die Telekom, Post, VW usw… Das nennt sich dann „PRIVATISIERUNG“. Auch muss der Staat dann die Löhne absenken, Arbeitsplätze streichen, Sozialleistungen kürzen etc… Und dass nur wegen den Banken, die ihr Schuld_Geld zurück haben wollen …..

      Das Spiel, dass die Politiker und Bänkler mit uns spielen heisst: ENTEIGNUNG DES VOLKES durch SCHULD_GELD !!!

      Dieses Spiel muss aufhören, und zwar sofort. Verbreitet diese Info’s und schafft ein neues Bewusstsein für das Geld_System. Informiert euch auch über Google mit den Stichworten „Schuldgeld“, „Geld als Schuld“, „Geldsystem Betrugsmodell“ etc…

      Vielen Dank für euer Mitwirken.

  2. Ich habe schon aufgeben, den Menschen in meiner Umgebung das Geldsystem zu erklären, weil Sie es ganz einfach nicht verstehen und dann mit Hohn und Spott reagieren, aber teilweise es auch nicht verstehen wollen, da anscheinend Ihr Weltbild zusammenbrechen würde. Unterstellungen von Rassismus bis Anti-semitismus gehören da zum guten Ton.

    Verweise auf Filme oder Bücher werden ignoriert! Es werden nur die Mainstream Medien mit dem “Qualtitätsjournalismus” ernst genommen.

    Tja, wer nicht hören will der muss halt fühlen. So ist das Leben…

    Ghandi: Die Geschicht zeigt, dass die Menschen nichts aus der Geschichte lernen.

  3. Aus facebook:

    “Also ich versuch das mal in meinen Worten zu erklären :

    Wir müssen unterscheiden zwischen wertgedeckten Reich- und Besitztümern der Menschen und Staaten und dem was in Zeiten des Turbokapitalismus an ungedecktem Kapital künstlich aufgebläht wurde (Spekulationen, Zinsgeschäfte, Anleihen, Leerverkäufe etc.).

    Jede Investition (Finanzierung) ist Buchgeld à Geld das nur in Büchern existiert! Es hat keinen Wert als Grundlage, noch nicht einmal eine Leistung!!
    Dieses Buchgeld machen Banken zu REALEM Wert, indem sie die Sicherheiten kassieren (Immobilien etc.), wenn der Schuldner nicht mehr zahlen kann. Diese realen Werte benutzt die Bank für die eigenen Bücher und können diesen 40 mal und mehr weiterverleihen mittels Buchgeld, das nicht existiert! D.h. sie machen immer wieder aus Geldern, die nicht existent sind neue nichtexistente Gelder und wandeln die in reale Werte (die sie dem Volk „entzogen“) um.
    Die Wertschöpfung wird heute allein durch den Zins und den Zinseszins geschluckt und eine Wertschöpfung ist ohne neue Schulden nicht möglich, wie wir an der Krise und dem aktuellen Beispiel Griechenland unschwer erkennen können.
    Die wertgedeckten Reich-/Besitztümer der Staaten und Menschen stehen eben genauso auf hölzernen Füßen, denn die Gelder mit denen sie „erkauft“ wurden, waren entweder Buchgeld (das ist fast alles Geld dieser Welt!) oder aber Gewinne aus Spekulationen, die sich genau diese Dinge zu Nutze machen.
    Ohne die Anleihen, die Leerverkäufe, die Spekulationen etc. wäre das Große Spiel nicht weiterführbar gewesen, man war gezwungen neue Gelder zu generieren, damit die Blase gestützt wird und man den Schein wahren kann.

    Wir dürfen Wertschöpfung nicht verwechseln mit den ihnen gegenüberliegenden Ausverkäufen, denen wir unterliegen. Diese lassen die Wertschöpfung (in Zusammenhang mit der Verschuldung die exponentiell steigt!) gegen Null tendieren. D. h. nicht, dass Arbeit und Gegenstände nichts wert sind. Hier macht man den Fehler Geld mit Wert zu verwechseln, dabei hast du mit dem Schein in der Hand doch nur einen Stellvertreter für einen gewissen Wert. Der Wert an sich wird nicht durch die Zahl auf dem Schein bestimmt, sondern durch eine gemeinsame Übereinkunft über Akzeptanz des Zahlungsmittels und der Gegenleistung!
    Besteht diese Akzeptanz nicht, ist dein Schein so wertlos wie Toilettenpapier!

    D.h. aber auch: Nicht der Schein bestimmt den Wert, sondern der Wert sollte eigentlich den Schein bestimmen. Das hat man aber erfolgreich vertauscht, so dass die Täuschung hervorragend funktioniert und jeder Wert gleichsetzt mit dem Schein in seiner Tasche!

    Wenn dein Schein das wert wäre, was drauf steht, dann frage ich mich, wie es sein kann, dass wir die 90fache Geldmenge auf der Erde besitzen, wie sie zum täglichen Handel notwendig wäre und somit die 90fache Menge dessen, was wirklich an Wert auf dem Globus vorhanden ist.
    Weiteres Beispiel: wenn der Wert da wäre, frage ich mich, weshalb man mit zukünftigen werten handelt, die noch nicht einmal geschöpft sind, wie etwa bei Edelmetallen, Edelsteinen etc. Spätestens hier muss man erkennen, dass man etwas zahlt, was noch tief in der Erde liegt, noch niemandem gehört und erst in nahender Zukunft geschöpft werden kann. Wie kann man also Wert aus etwas schöpfen, was erst in der Zukunft existent ist?
    Richtig! Gar nicht!
    Aber es geschieht!

    ==>Bitte nicht GELD mit WERT verwechseln!
    Da das erfolgreich getätigt wird (die Verwechslung) verstehen die meisten Menschen auch nicht, dass die Verhältnisse verdreht wurden
    Gold hat nicht etwa einen Wert von XY Euro, sonder eigentlich müsste es heißen: der Euro hat einen Wert von XY Unzen Gold! Versteht ihr was ich meine?
    Da aber das Geld den Platz der realen Werte eingenommen hat, behandeln wir das Geld stellvertretend als Wert, obwohl ihm keiner zugrunde liegt!
    Wenn wir wieder zurückkehren auf wertgedeckte und vielleicht Edelmetall-basierten Währungen, dann werde ich diese Aussagen sicherlich nicht mehr tätigen. Dann nämlich hätte alles wieder seine Richtigkeit!

    Salopp gesagt: wenn die Wirtschaft zusammenbricht bin ich mal gespannt wie viel WERT wir noch auf die Scheine in unserer Tasche legen…. :) oder erkennen wir dann erst, dass das Geld keinen Wert hatte?

    Was die zukünftigen Werte aus der Erde angeht: okay, ich verkaufe auch meine zukünftige Arbeitszeit, die ich in 6 Jahren verrichte und die Endprodukte, die ich dann produziere verkaufe ich heute schon! Besser noch: ich verkaufe meine Arbeitsleistung der Zukunft, die ich bei einem zukünftigen Arbeitgeber unter Bestbedingungen erbringe heute schon zum Höchstpreis!
    Absurd, gell?
    Nun, aber Tagesgeschäft!!!!!!!!!!!! Es wird Gold gehandelt aus Minen, die noch nicht erschlossen sind, deren Förderung weit in der Zukunft liegt und um dessen Förderbarkeit man sich heute nicht schert!
    DAS ALLES ist Geld, das keinen existierenden Gegenwert besitzt!
    Und das trifft auf 90% aller Gelder in weltweitem Umlauf zu!

    Könnt ihr gerne nachprüfen! ;)”

  4. Mir nicht klar, weshalb als Regionalgeld der Chiemgauer erwähnt wird, da Chiemgauer seine Existenz vom Euro abhängig macht. Ohne Euro keine Chiemgauer. Es ist ein eurogedecktes Regiogeld, also nichts weiter als verkleidete Euro. Es gibt doch auch konsequente additive Gelder zum Euro, die leistungsgedeckt sind. Hier eins, das konsequent Geld ohne Schuld schöpft: http://www.rheingoldregio.de

    • Sehr gut! Vielen Dank für den Hinweis! :-)
      Hier ein weiteres Projekt, welches Geld u.a. als BGE ohne Schuld schöpft und dennoch die Geldmenge konstant hält:
      http://www.joytopia.net/

      • Joytopia ist auch Rheingolder. Konstantin Kirsch, ein ehemaliger Rheingolder, hat nun sein eigenes Modell eines Rheingolds entwickelt: Die Minutos. Während Rheingold von professionellen Druckereien gedruckt wird, um ästhetisch ein einheitliches Bild zu geben, drucken sich Minutos-Emittenten ihre Gutscheine am Drucker selber. http://therealstories.wordpress.com/2011/02/21/konstantin-kirsch-minuto/ Inkonsequenterweise wird beim Minutos das Preisgefüge zentral festgesetzt, während sich beim Rheingold die Preise marktgerecht, also dezentral vereinbaren lassen. Wenn wir uns von “Geld” als Monopol gedanklich lösen können und die Ergänzungen, die zum Euro entwickelt werden, verwenden, dann und nur dann können wir uns vom alten Geld und dessen eingebauter Verelendung lösen. Es ist unsere Entscheidung, welchem Geld wir Kaufkraft verleihen. Verleihen wir nur dem Euro durch Verwendung und Akzeptanz Kaufkraft und lehnen andere Modelle ab, dann sollten wir auch die Konsequenz tragen.

  5. Tja…..der Chiemgauer ist natürlich an den Euro gekoppelt, wie soll man den Leuten sonst die Wertigkeit erklären. Sie brauchen eine Berechnungsgrundlage. Außerdem kann man ihn nicht aufbewaren, also dem Geldkreislauf entziehen, somit bleibt die Geldmenge gleich, und erzeugt keine neuen “Schulden”. Aber das Wichtigste ist: DAS GELD BLEIBT IN DER REGION.
    Wenn man heute tankt oder beim Mediamarkt einkauft, verschwindet die Kaufkraft aus der Region, vielleicht in die USA oder China, da diese Unternehmen groß aufgestellt sind. Kann das Geld aber nur regional benutzt werden, haben alle, bis auf die Banken, etwas davon.

    • Wertigkeit? Geld hat keine Wertigkeit, nur Kaufkraft. Wertvoll sind wir selber (und die Produkte, die wir herstellen) Wer nicht den Menschen, sondern das Geld für wertvoll erklärt, bedient die Denkfalle des alten Geldes. Chiemgauer kann sehr wohl dem Kreislauf entzogen werden, da es in Euro rücktauschbar ist. Werden Chiemgauer in Euro rückgetauscht, hören Chiemgauer auf zu existieren, sind also dem Geldkreislauf entzogen. Nicht wirklich schlau. Es bleibt dann, da nicht mehr existent, auch nicht mehr in der Region. Die Regionalität ist eh ein Gedankenverwirrnis, das ablenkt. Darf ein Chiemgauer nun weiter Goethe lesen, obwohl der Frankfurter war? Insbesondere, wenn dessen Bücher in Berlin verlegt werden? Und der Versand aus Hamburg erfolgt? Wichtig ist nicht die Regionalität, sondern die richtige schuldfreie Geldschöpfung, die den Zins (=Kapitalrendite) automatisch überwindet und ungeahnten Wohlstand schafft. Dann können wir auch wieder leckere Ananas aus Malaysia essen und die Malaien mit Mühsal ersparenden Maschinen versorgen.

  6. Guten Tag Guadalupe.
    Jetzt kommen wir ins Philosophische. Da kann man dann alles in Frage stellen und auch mit dem Konjuktiv belegen. Leckere Ananas aus Malaysia? Das trifft den Zeitgeist nicht so richtig. Der Chiemgauer ist mit einem Negativzins versehen, also nicht positiv verzinsbar. Natürlich ist das keine eierlegende Wollmilchsau, aber es wäre ein Anfang, oder glaubt vielleicht wirklich jemand, daß die heutige von Goldmann&Sachs geführte Finanzweltherrschaft, die auch die USA regiert, auf Ihr allerschönstes Ausbeutungswerkzeug verzichten würde? Eher gibt es einen Atomkrieg! Aber schön, daß wir uns einmal ausgetauscht haben. Wer redet, schießt nicht.

  7. Anders als beim Chiemgauer, der wegen seiner Eurodeckung gehandicapped ist, wird beim Rheingold der Zins bedeutungslos. Es ist nicht nötig, ihn ins Negative zu drehen. Denn wir brauchen den Zins nicht.
    Die “Finanzweltherrschaft” wird sicherlich nicht seine “Ausbeutungswerkzeuge” aufgeben wollen. Das ist auch nicht unser Begehr. Sollen die doch diejenigen ausbeuten, die sich ausbeuten lassen wollen.
    Und das sind diejenigen, die von deren Geld nicht lassen wollen. Wir verwenden lieber Rheingold und essen im Zweifel damit auch lecker Ananas. Die, die Euro partout verwenden wollen, sollen sich doch ausbeuten lassen. Jedem sein Plaisirchen. Uns reicht es, wenn diejenigen in Wohlstand leben, die das auch wollen.

  8. ich hab ein paar allgmeine fragen: nehmen wir an der spielball gehörte uns und wir können die spielregel ändern… wer sollte entscheiden welche änderungen im geldsystem vorgenommen werden? die allgemienheit? wie kann die allgemeinheit darüber entscheiden? und wie würde man so eine änderung letzendlich ausführen?

    • Eben. Diese Annahme “nehmen wir einmal an der spielball gehörte uns” ist der Knackpunkt. Solange keine besseren Konzepte vorliegen, würden wir wieder alles genauso machen, wie es jetzt ist.

  9. Und der Spielball gehört doch uns. Wir sind es doch, die entscheiden, welches Geld kaufkräftig ist. Verwenden wir ein Geld, das nicht Euro heißt, kaufen oder verkaufen wir, ohne Euro zu benutzen. Das macht den Euro wertlos. Verwendete niemand mehr Euro, sondern eigene Zahlungsmittel, wird das mit dem Herumschubsen der Völker für die Elite ziemlich schwierig. Wie soll man das Morden denn in Libyen finanzieren, wenn man für Euro oder Dollar nichts bekommt?

    Einen Herrn “Allgemeinheit” kenne ich im übrigen nicht, aber viele Einzelne. Du kannst Dich beispielsweise mit Deinem eigenen Geld (Rheingold geheißen) ausstatten und es durch Deine Leistungsfähigkeit kaufkräftig halten. Das kannst Du ganz alleine entscheiden und sogar ausführen.

  10. “Und der Spielball gehört doch uns. Wir sind es doch, die entscheiden, welches Geld kaufkräftig ist. Verwenden wir ein Geld, das nicht Euro heißt, kaufen oder verkaufen wir, ohne Euro zu benutzen. ”

    einverstanden. warum ist es dann so schwierig einfach _kein_ geld zu benutzn? und als gemeinschaft auf den straßen ein system zu erschaffen, wo geld nicht nötig ist?

  11. > einverstanden. warum ist es dann so schwierig einfach _kein_ geld zu benutzn?

    Stelle ich mit gerade etwas kompliziert vor. Welchen Vorteil würde das bringen?

  12. Prof Hörmann meint dazu:

    6.4. Getrennte Rechnungskreise: Funktionales Geld

    Selbstverständlich ist es kein Naturgesetz, dass alle Waren und Dienstleistungen stets und ausschließlich nur mit einer Art von Geld (im Sinne einer Verteilungsregel) erworben werden müssen. Für bestimmte Waren und Dienstleistungen können auch separate Rechnungskreise eingerichtet werden, wodurch funktionales Geld (ähnlich heutigen Gutscheinen) entsteht.
    In einer humanistischen Gesellschaft wäre es z.B. naheliegend, Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs (Nahrung, Kleidung, Energie, Wohnraum) nach Möglichkeit jeder MitbürgerIn zur Verfügung zu stellen. Dies wäre ein Anwendungsfall für funktionales Geld (Gutscheine), welches die Verteilung der Ressourcen in diesem Falle nach anderen Regeln lenken würde, als beispielsweise bei „Luxusgütern“.
    Spezielle Rechnungskreise (und damit funktionales Geld) können natürlich auch für bestimmte Regionen (die heutigen Regionalwährungen bzw. Komplementärwährungen) oder aber für Menschen in einer bestimmten Lebensphase (Schülergeld, Rentnergeld, Geld für Forscher und Entwickler) erzeugt und verwendet werden.
    Verfolgt man diesen Gedanken konsequent weiter, so können wir als Ziel dieser Entwicklung schon mit der heute verfügbaren Technologie in der Zukunft jedem Mitbürger und jeder Mitbürgerin ein auf ihn/sie maßgeschneidertes Geldsystem garantieren, welches ihn bei der Verfolgung seiner individuellen Ziele und der Entfaltung seines individuellen Potentials optimal unterstützt und sicherstellt, dass der Output seiner persönlichen Leistungen mit maximaler Effizienz in die Gesellschaft eingebracht wird (ein möglicher Name dafür wäre „Maßgeld“, in Analogie zum „Maßanzug“). Dieses wird aber dann über die heute dem Geld zur Verfügung stehenden Möglichkeiten weit hinausgehen, denn es wird eine elektronische Unterstützung für die Entwicklung der Individuen (wie sie heute bei webfähigen Smartphones in Ansätzen zu erkennen ist) mit der optimalen Vernetzung mit der jeweiligen Gemeinschaft (wie es heute in den sozialen Netzen und beim Teleworking erkennbar ist) kombinieren.
    Wichtigstes Ziel dabei ist stets die Entscheidungsfreiheit des Individuums. Zentral werden zwar Daten erfasst und Verbindungen hergestellt, die Entscheidungen werden aber stets dezentral, von den jeweiligen Menschen, getroffen und niemals von einem „Big Brother“, der in der Lage wäre den Individuen Befehle zu erteilen.

    aus dem Buch: Vereint Euch! Neues Geld für eine neue Gesellschaft

    http://gf-freiburg.de/index.php?option=com_content&view=article&id=662:vereint-euch-neues-geld-fuer-eine-neue-gesellschaft&catid=4:allgemein

  13. “Stelle ich mit gerade etwas kompliziert vor. Welchen Vorteil würde das bringen?”

    wieso ist das kompliziert? wenn das system kollabiert wird es sowieso drauf hinauslaufen, dass tauschhandel unter den leuten ensteht, wieso nicht jetzt schon mal darüber nachdenken wie wir das dann machen anstatt sich die komplizierten details reinzuziehen, der unlogische logik des geldsystems? kann man das überhaupt von innen noch geradebiegen?

    wieso den nicht kollektiv ganz aussteigen?

    welchen vorteil das bringt? unabhängigkeit? autonomie?

    • Aussteigen? Ist ja gerade so als würden wir vom Internet wieder auf Post umsteigen, vom Auto wieder aufs Fahrrad… hat natürlich Scharm, aber würde es etwas bringen?

  14. Naja, den Vorteil, das man dadurch nicht über Geld nachzudenken braucht ist klar. Damit verzichten wir dann auf die Vorteile eines brauchbaren Geldsystems.

    Mit Rheingold können wir jedoch alles haben ohne die Fehler des alten Geld zu wiederholen.

    • nein unabhängigkeit vom geld an sich. wie guadalupe sagt, wir sind es, die entscheiden, welches geld kaufkräftig ist. so sind wir auch diejenigen, die entscheiden ob geld überhaupt zu unseren leben gehören soll. geld (verdienen durch arbeit) ist die einzige möglichkeit, die uns gegeben wird, unsere bedürfnisse zu befriedigen. wieso sollte es überhaupt so sein, dass güter eine bestimmte menge geld bedeuten und dass die meisten menschen auf der welt arbeiten um diese zu produzieren und im gegenzug höchstens nur so viel geld bekommen, um die güter zu bezahlen wie sie brauchen um am nächsten tag wieder arbeiten gehen zu können? ist das geld nicht an sich ungerecht? bedeutet geld nicht zwangsläufig ausbeutung? und können wir denn nicht über alternativen nachdenken?

  15. Ja, schon irre zu welchen Opfern die Leute bereit sind, damit sie “Geld” nicht denken müssen.
    Sie werden noch viel Spaß haben dabei, wenn sie “autark” ihre eigene Schuhe schustern, den Ofen erstellen, das Holz hacken, die Hemden selber nähen und mit den paar überschüssigen Kartoffeln aus auf nicht vorhandendem Land tollen Tauschhandel betreiben.
    Mit Geld kann man arbeitsteilig wirtschaften, es sollte nur richtig konstruiert sein.

  16. Der Hinweis auf die Allmende ist sehr wichtig. Rheingold wird den Allmende Gedanken automatisch wiederbeleben. Da Geld immer ein Knappheitsregulator ist und Rheingold die Knappheit überwindet, wird Rheingold (Geld) eines fernen Tages tatsächlich überflüssig, weil es sich selber abschafft. Zugegeben, das kann selbst ich mir noch nicht so richtig vorstellen, deswegen verwende ich es auch nicht als Argument.

  17. > wird Rheingold (Geld) eines fernen Tages tatsächlich überflüssig, weil es sich selber abschafft.

    Interessanter Gedankengang, jedoch passiert das mit dem Euro ja auch. Denke aber
    du meinst was anderes :-)

  18. Die Fakten über das Geld-System

    Die Banken (Zentralbanken, Geschäftsbanken etc..) haben das Monopol über die Geldschöpfung. Sie sind Private Institutionen.

    Auch Zentral- und Nationalbanken sind komplett unabhängig. Diese bestimmen selbstherrlich die Geldpolitik. Wählen kann man nicht wer dort aktiv sein soll.

    Der Staat darf kein Geld schöpfen, er muss sich bei den Banken verschulden.

    Bei jeder Kreditvergabe entsteht brandneues Geld, welches vorher nicht existierte.

    Das ganze Geld_System ist auf SCHULD (=Kredit) aufgebaut.

    Das ganze Geld der Welt gehört den Banken. Sie leihen es dem Staat und den Menschen mittels Krediten nur aus, und verlangen dazu auch noch Zinsen und Zinseszinsen.

    Das Geld_System ist ein Schuld_en_System und ein Enteignungs_System.

    Wenn alle Schulden zurückbezahlt werden würden, gäbe es kein Geld mehr, aber immer noch Schulden, da das Geld für die Zinsen nicht erzeugt wird bei der Kreditvergabe.

    Jeder Geld_Schein ist ein Schuld_Schein.

    „Der Schuldner ist seines Gläubigers Knecht.“ (Sprüche 22:7) Durch dieses Geld_System ist der Staat und der Mensch automatisch der Sklave (Knecht) der Banken.

    Die Geschäftsbanken im EU-Raum brauchen nur eine sogenannte Mindestreserve von 2 % um Kredite (=neues Geld) geben zu können.

    Das heisst: Aus 2’000 Euro „Eigenkapital“ kann eine Geschäfts- und PrivatBank einen Kredit geben von 100’000 Euro.

    Das „Eigenkapital“ kann sich die Geschäftsbank von der Zentralbank ausleihen zu einem niedrigen Zinssatz. Aus diesem Geld kann sie dann mehr als das 50-fache erzeugen (bei jeder Kreditvergabe).

    Banken erzeugen somit Geld aus Luft, und lassen dieses Geld „dinglich“ absichern.

    Es gibt nur Schuld_Geld in diesem System. Auf jeden Euro gibt es eine Forderung der Bank es zurückzuzahlen.

    „Geld regiert die Welt“. Die Banken regieren das Geld. Somit kontrollieren die Banken die Welt. Sie kontrollieren die Marionetten-Regierungen, die alle gleich geschalteten Mainstream_Medien (Fernseh, Radio, Zeitung), sowie praktisch alle systemrelevanten Institutionen, Organisationen und Verbände. Auch das Justizsystem wird von den Banken kontrolliert.

    Millionen_Spenden an Politische Parteien gelten als „normal“.

    Krieg ist für Banken Profit. Kriege werden mit Schulden (=Kredite) finanziert.

    Die internationalen Bankiers haben im 1. und im 2. Weltkrieg beide Seiten finanziert.

    Der Euro, der Dollar etc.. sind „Fiat-Geld“. Dieses Geld wurde in Anlehnung an den Bibelspruch »Es werde Licht!« (»Fiat lux«) so benannt.. „Es werde Geld“ …

    Das Geld ist schon seit 1971 nicht mehr durch Gold oder ähnliches gedeckt.

    Auf dieser Welt gibt es UNBEGRENZT viel Geld. Geld entsteht im Computer.

    Ca. 95 % des Geldes ist Buchgeld (nur im Computer vorhanden). Ca. 5 % des Geldes besteht aus Noten und Münzen.

    Geld ist nur knapp (für das Volk), weil es künstlich knapp gehalten wird.

    Die Staaten haben kein Geld, sie haben nur Schulden und ein begrenztes Budget…

    Die Staatsverschuldung dient der Umverteilung von Unten nach Oben.

    Die Schulden steigen exponentiell, aufgrund des Zinseszinseffekts.

    „Der Josephspfennig“ verdeutlicht die unfassbare Exponentialkraft des Zinseszins, denn hätte man vor 2’000 Jahren nur EINEN Cent angelegt auf einem Bankkonto zu 5 % Zins, so bekäme man heute dafür ca. 200 Millionen ERDKUGELN AUS PUREM GOLD.

    Wenn der Staat seine Schulden, bezw. Die Zinsen dafür nicht mehr bedienen kann, muss er Staatseigentum verkaufen an die Private Banken, wie z.B. Die Telekom, Post, VW usw… Das nennt sich dann „PRIVATISIERUNG“. Auch muss der Staat dann die Löhne absenken, Arbeitsplätze streichen, Sozialleistungen kürzen etc… Und dass nur wegen den Banken, die ihr Schuld_Geld zurück haben wollen …

    Das Spiel, dass die Politiker und Bänkler mit uns spielen heisst: ENTEIGNUNG DES VOLKES durch SCHULD_GELD.

    Dieses Spiel muss aufhören, und zwar sofort. Verbreitet diese Info’s und schafft ein neues Bewusstsein für das Geld_System. Informiert euch auch über Google mit den Stichworten „Schuldgeld“, „Geld als Schuld“, „Geldsystem Betrugsmodell“ etc..
    Vielen Dank für euer Mitwirken.

  19. so, und wenn man diese fakten hier zusammengefasst hat: was könnten wir jetzt machen? mitlerweile gibt es von der auflistung nichts, was ich nicht mindestens zwei mal grhört hab. was tun? uns gegenseitig ignoranz vorwerfen oder darf man endlich auch darüber besprechen, was man statt da mitzumachen tun werden? wie man ein gerechtes geldsystem “implementiert” hat mir hier keiner erklären können. Wie man sich anders als bis her organisiert kann logischerweise nur in der gemeinschaft entstehen. Der alternative ort, wo das enstehen kann sind die camps. Zuhause in den eigenen vier wänden eingesperrt ist das unmöglich. Wenn man nicht aus den isolationskästchen ausbricht, wie kann überhaupt was anderes entstehen? Und ich dachte es geht um demokratie von unten und nicht darum, dass ein system von oben implementiert oder installiert wird. Oder soll dieser irgendwie allein dadurch entstehen, dass man sich mit dem ungerechten geldsystem beschäftigt? ist das die vorstellung?

    jetzt können sich die frustrierte pirahnas auf diesen posting stürzen und sich drüber aufregen dass “die leute” ja nichts verstehen, is mir egal… das hier wollte ich mal loswerden.

    • Ehrliche Einschätzung der Lage, find ich gut.

      Noch ein Kommentar von mir: Wenn hier auch immer wieder von echter Demokratie, und Initiativen von unten geredet wird, muss man sich mal ernsthaft die Frage stellen, wer denn an einer solchen Demokratie teilhaben würde und wollte. Würden plötzlich 80% der Bevölkerung politisch interessiert sein und sich einbringen? Ich habe immer wieder den Eindruck, dass diejenigen, die echte Demokratie fordern nichts anderes sind als eine kleine Lobby für sich. Die große Masse ist doch froh sich nicht auch noch über nationale Fragen den Kopf zu zerbrechen.

      • Interessanter Denkanstoß.
        Ich möchte hervorheben, dass meiner Meinung nach die derzeitige Mentalität bzw. Einstellung der Bevölkerung gegenüber der Partizipation im aktuellen politischen System letztlich ein Produkt der strukturellen Gegebenheiten und empfundenen Möglichkeiten darstellt. Echte Problemlösung auf politischer Ebene hat momentan (begründeterweise) den Anschein von Unmöglichkeit, und damit einher geht die sogenannte Politikverdrossenheit.
        Immer mehr Menschen offenbart sich die limitierte, indoktrinierte Sichtweise des Parteienspektrums, die Probleme nicht löst, sondern die Symptome bekämpft, und bei der des Einen Gewinn stets des Anderen Verlust mit sich bringen muss. Natürlich drücken es die Menschen nicht so aus, aber ich denke, im Unterbewusstsein spüren viele diese Sinnkrise der Politik und sind einfach nicht motiviert, sich hier zu engagieren, weil sie nicht glauben, dass sich “etwas ändern” würde. Das ist sehr nachvollziehbar.
        Die Paradigmen, derer wir uns heute bedienen, um die Welt zu begreifen, sind das Ergebnis von Erziehung und Prägung in unserer Kultur. Wir wurden angepasst. Wenn heutzutage Menschen keine Lust haben, über gesellschaftliche Probleme (auf welcher Ebene auch immer) nachzudenken, dann heisst das noch lange nicht, dass sie so geboren wurden. Viele haben die Hoffnung auf Besserung verloren, weil Politik in diesem System offensichtlich aller Bemühungen zum Trotz keinen signifikanten Fortschritt zum Wohl allen Lebens leistet.

      • @Julian
        Ja, das sehe ich ein. Viele, die heute resigniert haben, würden in einem besseren System (wo Anstrengungen und Einmischen auch wirklich etwas bewirken) wesentlich motivierter sein und sich konstruktiv einbringen. Trotzdem hadere ich noch mit dem Begriff “echte Demokratie”.
        Was wir brauchen, glaube ich, ist ein System, in dem Interessengruppen und Bürgervertretungen angehört und einbezogen werden. Nicht ein System, das krampfhaft versucht immer die Meinung aller zu berücksichtigen. Denn dass wird nie funktionieren. Oder?

    • Auf meiner Profilseite in den Artikeln. Finden Sie mögliche Lösungen.

      http://community.zeit.de/user/genius1

  20. Ich habe einen weiteren wichtigen Mosaikstein für das Erkennen unseres fehlerhaften Geldsystems gefunden und hier veröffentlicht: Was unsere Finanzkrise mit dem Untergang des römischen Imperiums zu tun hat …

  21. Nun habe ich mehrfach einen Lösungsvorschlag namens Rheingold hier verlinkt und kurz beschrieben. Man sollte eigentlich erwarten, daß sich wenigstens ein Poster darauf inhaltlich bezieht oder es wenigstens wahrnimmt.
    Was haben wir denn für “Antworten”?
    Neues Bewußtsein beschreibt ellenlang die Mißstände des alten Geldsystems, nimmt keine Stellung zum Lösungsvorschlag Rheingold, sondern fordert stattdessen ein “neues Bewußtsein”, was auch immer das jetzt sein soll, verrät er natürlich nicht.
    gato hat auch nichts vom Rheingold mitbekommen, sonst würde er sicherlich nicht beklagen, daß es keine Lösungsmöglichkeiten gäbe. Vielleicht geht es ihm aber halt nur um die leere Worthülse “Demokratie von unten”, die es irgendwie schon richten wird.
    Drachenflieger hat Rheingold auch augenscheinlich nicht wahrgenommen, aber die Worthülse “Demokratie” interessiert ihn, auch wenn das schlichtweg nichts mit dem Geldsystem zu tun hat. Den Herrschern des Geldes ist es doch schnurz, wer wie Gesetze erläßt, solange das Geldsystem nicht gedacht wird.

    Sothmann schwafelt lieber irgendwas von Partizipation, struktureller Gegebenheiten und empfundenden Möglichkeiten, Hauptsache, daß Geldsystem bleibt ausgeblendet.
    Dr. Bartonitz will irgendwas ändern, es bleibt aber beim “irgendwas, Rheingold, obwohl ihm schon länger bekannt, kann nicht einmal gedanklich beurteilt werden. Es existiert argumentativ schlichtweg nicht.
    Wenn hier keiner auf die Idee kommen kann, Geld wenigstens ansatzweise zu denken, warum dann die Zeitverschwendung des Herummeckerns und fleißig dem Euro hinterherrennen? Warum nicht fügsam zurück ins Hamsterrad und für immer weniger mehr arbeiten?

    • Rheingold ist eine reine Bargeldwährung. Wie stellt das einen Fortschritt/eine Verbesserung dar?
      Regionales Handeln ist gut und wichtig, aber können wir die Globalisierung wirklich einfach ignorieren?

      • Bar ist nicht das Wesentliche, auch da wir ja auch noch Giro haben. Es ist der Schöpfungsprozeß des Rheingolds, der sich erheblich vom alten Geld unterscheidet. Ist das noch nicht rübergekommen?
        Beim Rheingold geht es im übrigen mitnichten um “regionales Handeln” oder darum, die Globalisierung zu ignorieren. Es sind schon Rheingolder mit Rheingold in New York ins Theater gegangen oder haben in Thailand mit Rheingold Beauty Produkte gekauft.

      • Keine Regiowährung? Ein Zitat der von Ihnen angeführten Internetseite: “Zahlt ein Kunde beim Frisör mit Rheingold, so muss der Frisör das eingenommene Geld wieder in Düsseldorf ausgeben, etwa beim Bäcker, in der Kneipe oder im Supermarkt.” Anscheinend gibt es da also unterschiedliche Ansichten unter “Rheingoldnern”.

        Im Übrigen kann ich im Internet keine verständliche Definition von Rheingold bzw. dessen Potential für den weltweiten Zahlungsverkehr finden.

        Es scheint, als betrieben Sie Werbung für ein Produkt, für dessen weltweiten oder auch nationalen Einsatz noch kein Konzept besteht.

      • Wäre es nicht sinvoll in territorial nicht zuuuu großen Gebieten jeweils ne eigene Regiowährung einzuführen und dann auf ner zweiten Ebene nochmal sowas wie eine global nutzbare E-Währung zu haben…das ganze würde dann verbunden sein wie die Zahnräder auf nem Fahrrad, also unten die Regiogeldkreisläufe (die parralele Aufschachterlung versch. Zahnräder/Kreisläufe), deren Kaufkraft für inernationalen Handel in eine Globalwährung (das große Zahnrad vorne) “übersetzbar” ist….also so vom Grundedanken her…ohne dafür jetzt Details berücksichtigt zu haben….

  22. @Drachenflieger:
    Ja, die Presse hängt sich am eingeführten Begriff “Regionalgeld” auf. Der dort beschriebene Frisör (weiblich) hatte in diesem konkreten Fall ihre Rheingold in einem Berliner Hotel ausgegeben. Wir können wenig dafür, wenn Journalisten falsch berichten.
    @thebabyshambler
    Ja, territorial wird sich das wieder diversifizieren. Erst einmal gilt es, das Prinzip zu zeigen.Nämlich den unterschiedlichen Schöpfungsprozeß. Wird der irgendwann begriffen, wird es zahlreiche Nachahmer des Rheingolds in den unterschiedlichsten Gebieten geben und das ist auch gut so. Wenn einer in New York und einer in Thailand Rheingold emittiert und akzeptiert, so sollen das nur Samen sein, die -wenn begriffen- eine Saat aufgehen lassen, die schnell die ganze Welt verändert. Wir können das mit unseren 1.000 Leuten sowieso nicht. Es muß ja nur in den Kopf, daß das alte Schuldgeld Unsinn ist und nur Elend produziert, hingegen ein schuldfreies Geld Wohlstand bringt.

    • Ok, jetzt interessiert mich das Thema Rheingold wirklich einmal. Gibt es denn irgendwo im Web (ich habe es vergeblich mit einer Googlesuche versucht) eine einleuchtende und sachliche Definition von Rheingold? Ich finde lediglich Kommentare zu Rheingold, aber keine sachliche Definition.

      • @Drachenflieger
        Das Rheingold Prinzip ist schnell erklärt:
        Der Grundgedanke ist, dass im Grunde genommen jeder seine eigene Zentralbank ist. Der Rheingolder emmitiert sein Geld selber:

        Schritt Eins
        Der neue Rheingolder beschließt, wieviele Rheingold-Gutscheine er herausgeben möchte.

        Schritt Zwei
        Er erklärt sich bereit, zu einem jetzt festgesetzten Preis bestimmte Produkte oder Leistungen gegen seine eigenen Gutscheine zu liefern oder zu leisten.

        Schritt Drei
        Er teilt das den Rheingoldern mit und wird in der Liste der Teilnehmer aufgeführt.

        Webseite http://www.rheingoldregio.de
        Blog http://rheingoldblog.wordpress.com

  23. “Neues Bewußtsein beschreibt ellenlang die Mißstände des alten Geldsystems, nimmt keine Stellung zum Lösungsvorschlag Rheingold, sondern fordert stattdessen ein „neues Bewußtsein“, was auch immer das jetzt sein soll, verrät er natürlich nicht.
    gato hat auch nichts vom Rheingold mitbekommen, sonst würde er sicherlich nicht beklagen, daß es keine Lösungsmöglichkeiten gäbe. Vielleicht geht es ihm aber halt nur um die leere Worthülse „Demokratie von unten“, die es irgendwie schon richten wird.
    Drachenflieger hat Rheingold auch augenscheinlich nicht wahrgenommen, aber die Worthülse „Demokratie“ interessiert ihn, auch wenn das schlichtweg nichts mit dem Geldsystem zu tun hat. Den Herrschern des Geldes ist es doch schnurz, wer wie Gesetze erläßt, solange das Geldsystem nicht gedacht wird.”

    wow die überheblichkeit ist ja unfassbar. allen mal in die runde einfach so die fähigkeit abzusprechen.
    ich beklage mich nicht, dass es keine lösungsmöglichkeiten bzw. ideen gäbe, ich sage nur, dass ein alternatives system nur in der gemeinschaft enstehen kann. das geldsystem ist ja nicht von allem anderen abgekoppelt. Und weil das, was entstehen soll, so weit ich das verstanden hab, eine echte alternative sein soll und keiner pflaster, muss es ja von unten erschaffen werden und zwar in der gemeinschaft. ganz easy. das hat mit schuhe selber schustern nichts zu tun. Abgesehen davon übernimmt der einzelene in den camps jetzt schon ganz frei die arbeit, die demjenigen liegt und auch machen will.

    demokratie von unten ist keine leere worthülse.. wenn du dir die proteste auf der welt mal genauer anschaust bemerkst du, dass die gemeinschaften, die daurch entstehen sehr real sind und dass sie immer größer werden. die sind weit entfernt davon eine leere hülse zu sein.

    (nur ein einwand dazwischen. kann man doch nicht so stehen lassen)

    • @gata
      Da Rheingold wechselseitig akzeptiert wird, entsteht automatisch eine Gemeinschaft.
      Da jeder einzelne sich seine Rheingold drucken läßt, ist es eine herrschaftsfreie Initiative von unten.
      Bei allem Respekt gegenüber Protestbewegungen. Gegen etwas sein ist keine Bejahung erwünschter Zustände. Und ohne ein Zahlungsmittel funktionieren arbeitsteilige Gemeinschaften nun mal nicht.
      Sorry für meine “Überheblichkeit”. Es ist nur eine große Tragik, daß das Geld in den Protestbewegungen nicht gedacht wird. So erhält folgerichtig die Occupy-Bewegung Lob von George Soros. Denn der weiß es halt besser. Mit Euro(Verwendung) veranstaltete Protestbewegungen stabilisieren das System. Ohne blinde Proteste schlichtweg den Euro nicht mehr zu benutzen, sondern sein eigenes Geld, macht unabhängig vom Euro und läßt dessen Verelendungsmaschinerie ins Leere laufen. Was sollen die Herrschenden mit ihrem Euro machen, wenn es keiner mehr benutzt? Tapete draus? Wäre ja genug Material für da.

      • guadalupe ich stimme dir zu, allerdings ist es falsch zu behaupten, dass in der Protest”bewegung” das Geldsystem nicht gedacht wird… Auf blogs, in den Camps auch in den Fb-Pinnwand-Chats flammt das Thema immer wieder auf. Es gibt in Berlin sogar bereits eine AG zum Thema…die Mainstreammedien blenden diesen Teil nur einfach aus – wie immer wenns um Geldsystem geht….und wenn sie doch mal was drüber schreiben, machen sie sich lustig: http://www.cicero.de/berliner-republik/occupy-in-berlin-asamblea-der-neue-leviatan/46315

        …wie gehabt also: die Konzernjournalie gehört zum System und es wird nicht den zentralen Unterdrückungsmechanismus im materiellen Bereich (das Geldsystem) hinterfragen…denn das Konzernmediennetz hängt selbst von Geldsystem ab.

        Deshalb gilt es neben dem Geldsystem in der materiellen Sphäre auch ein “eigenes” Mediennetz auf- und auszubauen. Dies geschieht ja auch bereits.

        Man sollte sich jedenfalls nicht darauf verlassen was Konzernmedien ÜBER “die Bewegung” (heisst die dezentrale Vernetzung von Individuen) schreiben sondern wir sollten einfach weiter selbst miteinander reden….so wie wir es ja hier auch tun und damit auch selbst Teil der “Bewegung” sind….

  24. in der Tat. Da falle ich wieder auf meinen Glauben an die offizielle Berichterstattung rein. :-(
    Guter Link in Cicero. Das dort erwähnte Video des Rheingolders Max von Bock ist in der Tat sehenswert.
    http://rheingoldblog.wordpress.com/?s=max+von+bock

    • Hier übrigens noch die zweite Variante der Konzernschreiberlinge Geldsystemkritik zu diffamieren: “Verkürtzte Kapitalismuskritik” und dümmliche Antisemitismusvorwürfe: http://www.freitag.de/politik/1144-grenzen-der-kritik

      dazu:

      a) hat NIE jemand behauptet es müsse NUR das Geldsystem geändert werden und dann sei alles gut…aber es muss eben AUCH geändert werden

      b) Die Gefahr von Antisemitismus ist genau dann gegeben wenn man NICHT über das Geldsystem aufklärt und die Probleme thematisiert. Dann sucht der uninformierte Teil der Bevölkerung nämlich zwangsweise die Schuld bei anderen (weil diese Leute dann nicht wissen dass es am System liegt) und glaubt höchstwahrscheinlich sie bei einer bis dato priveligierten Minderheit zu finden…

      Es ist wirklich tragisch, dass selbst sooo viele Menschen, die eigentlich gebildet sind nicht mal einen Schritt weiter denken können….

      • Nun, ich behaupte, es müsse nur das Geldsystem geändert werden, dann ändern sich alle aus dem verfehlten Geldsystem sich ergebenden Fehlentwicklungen von alleine.
        Die Schuld bei gierigen Bankern, bei den Juden oder “den Mächtigen” zu suchen, geht leider am Geldsystem vorbei, bedient aber das Bedürfnis Personen als Schuldige auszumachen.
        Und solange unbegriffen bleibt, wie das Geld in die Welt kommt, kann sich am Geldschöpfungsprozeß leider keine Kritik formulieren.

      • Von alleine ändert sich gar nichts…natürlich ist das bestehende Geldsystem eine ungemeine Blockade…gleiches gilt aber wie gesagt für das bestehende Mediensystem im ideelen Bereich, das genauso wie das Geldsystem seine Macht verliert wenn man es nicht mehr nutzt und stattdessen Alternativen entwickelt und verbreitet.

        Eine völlig andere Form des Wirtschaftens muss auch gefunden werden, ebenso wie der politischen Entscheidungsfindung, der Art der politischen Kommunikation (konsens- statt konfliktorientiert) und und und…es gibt zig Baustellen…aber wie gesagt: Geldsystem und Konzernmediensystem, eigentlich auch noch das Bildungssystem in der Form in der sie zur Zeit ausgestaltet sind, sind die zentralen Blockaden.

      • Von alleine ändert sich nichts. Völlig richtig.
        Brichts Du das Monopol des alten Geldes, brichst Du in der Folge alle Monopole, nicht nur das der Medien. Das Monopol alten Geldes ist die Grundfeste und deren Füsse sind tönern. Wir müssen das nur durchschauen und daraus die Konsequenz ziehen, deren GRundfeste nicht mehr zu verwenden.

      • Ach ja….auch das Thema “Vermögensverteilung” wird man früher oder später angehen müssen…insbesondere die absurde Vermögenskonzentration..die bleibt nämlich auch so erstmal bestehen wenn man nun anderes Geld verwendet..sie verschlimmert sich dann nicht mehr so stark, aber die Besitzverhältnisse bleiben skandalös..das ist dann die nächste Großbaustelle…da hilft dann die Kapitalismuskritik ausgehend von Marx weiter…

      • Die Eurogeldvermögen werden eh bald wertlos. Und die werden von der großen Masse gehalten (LV, Rentenfonds usw.), die Wissenden wechseln die rechtzeitig.
        Die Sachvermögen werden keine Kapitalrendite mehr tragen, wozu sie also im Besitz konzentrieren, macht nur Arbeit.
        Rheingoldgeldvermögen wird man nicht anhäufen, da man sie nicht zinspflichtig sparen kann.
        Es wird weiterhin fleißige Menschen geben, die sich mehr leisten können und andere, denen Freizeit wichtiger ist. Es wird auch noch Sparen im geringen Umfang geben. Da die geldinduzierte Angst fehlt, wird das Sparen als angstmindernder Selbstzweck überwunden.

      • “Die Sachvermögen werden keine Kapitalrendite mehr tragen, wozu sie also im Besitz konzentrieren, macht nur Arbeit.”

        tja…es macht nun mal einen Unterschied ob ich wohne weil mir ein Stück Land zur freien Nutzung zusteht, ebenso wie die Luft zum Atmen oder ob ich dafür eine – wie auch immer zu erbringende – Bodenrente (Miete) zu zahlen habe, das selbe gilt für die Konzentration der Produktionsmittel durch Mehrwert, wobei wir wie gesagt wieder bei Marx sind…gut dargestellt wird das alles auch nochmal hier: http://the-babyshambler.com/2011/10/26/was-ist-denn-eigentlich-die-krise/

  25. Das mit dem Rheingold habe ich nicht verstanden.

    Jeder schöpft einfach nach Gutdünken Rheingolfgutscheine (Geld) und definiert selbst völlig frei, was er dafür zu geben bereit ist??? Dann schöpfe ich jetzt mal ein paar Milionen. Dafür bin ich bereit ein paar Minuten meiner kostbaren Arbeitszeit zu geben. Und mit den Gutscheinen kaufe ich bei allen anderen ein. Irgendwas stimmt da nicht.
    Ich habe mir die Teilnehmerlsite mal angesehen. Unheimlich viele bieten Dienstleistungen an. Was ist, wenn die mal sterben? Sind dann deren Gutscheine wertlos? Muss ich dann darauf achten, von wem ich Gutscheine annehme und von wem nicht, oder ist das sowieso völlig egal, weil ja jeder soviel drucken darf, wie er will?

    Ich bitte an dieser Stelle um eine einleuchtende Erklärung, wie das ganze funktionieren soll.

    Unser geldsystem ist sicher ein Problem, aber, wenn ich das Rheingold richtig verstanden habe, ist es sicher eine verschlechterung.

    Falls mich hier jemand berichtigen kann, würde mich das freuen.

  26. Ach so, noch eine Frage: In welcher Währung zahle ich meine Steuern? Hinterziehen will ich sie nicht.
    Nimmt das Finanzamt Rheingold? Oder gibt es einen Umrechnungsfaktor?
    Und wenn ich nur noch mir Rheingold handel, woher nehme ich die Euros für die Steuer?

  27. Du wirst bestrebt sein, die richtige Menge Deines eigenen Geldes zu schöpfen. Es braucht nur sehr wenig davon, ein einzelner Rheingoldschein kann täglich einmal verwendet im Jahr das 360fache seines Nennwerts an Waren kaufen. Den Preis Deiner Waren oder Leistungen bestimmst Du, ob Du sie realisiert, entscheidet der Markt. Auch da wirst Du bestrebt sein, den richtigen Preis anzugeben, damit Du kontinuierlich Einnahmen hast und Dich mit den anderen in Wohlstand schwingen kannst. Da Rheingold das Kapital überwindet, braucht es auch die Kapitalrendite nicht mehr. Der Effekt drückt sich dann logischerweise in geringeren Preisen bei höheren Einkommen aus.
    Stirbt ein Teilnehmer, fällt dessen Deckung tatsächlich aus. Es bleibt aber die segensreiche Liquidität, wenn der Verstorbene vorher sein Rheingold in Umlauf gebracht hat. Sollte einmal zuviel Liquidität vorhanden sein, reduzieren entweder Neuhinzukommende ihre Emission oder die, die bereits emittiert haben, vernichten einen Teil ihrer Rheingold.

  28. In Deutschland bezahlst Du Deine Steuern seit 2002 nur noch mit Euro, unabhängig davon, ob Du Franken, Rheingold, Dollar oder Ferraris eingenommen hast. Solange das so ist, schau halt zu, daß Du einen Teil Deiner Einnahmen in Euro einnimmst, zumindest bis zur Höhe der Steuer.
    Genauso verhält es sich auch mit Steuererstattungen. Auch die zahlt das Finanzamt ausschließlich in Euro aus. Wenn Du also mit Rheingold bezahlst und dabei eine Quittung erhältst, die MwSt enthält, kannst Du diese als Selbständiger, wenn betrieblich veranlaßt, als Vorsteuer geltend machen. Das Finanzamt zahlt Dir also Euro für hergegebene Rheingold aus.
    Geld wird gerne als Monopol gedacht. Wir treten für eine Wahlmöglichkeit auch bei Zahlungsmitteln ein, in einem Wirtschaftssystem, das sich angeblich Wettbewerb auf seine Fahnen geschrieben hat, doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Auf diesen Wettbewerb freuen wir uns.

  29. Warum sollte man durch den richtigen Preis kontinuierlich Einnahmen sichern, wenn man jederzeit neues Geld mit Fantasie-Gegenwert drucken kann?
    Der Markt wird entscheiden, dass ich meine überteuerte Leistung niemals erbringen muss und ich kann Geld drucken ohne Ende?
    Was sind die Mechansmen, die das verhindern? Ich kann sie nicht sehen.

    Wie Rechne ich denn Rheingold in Euro um für die Steuer?

  30. Warum einen “richtigen”, also durchsetzungsfähigen Preis? Damit Du Dir Einnahmen sichern kannst. Einnahmen sichern Dir kontinuierliche Wertschätzung, Einkommen und Bedürfnisbefriedigung bis zum allgemeinen Wohlstand.
    Im übrigen hilft Einsicht als Mechanismus gegen Mißbrauch.
    Geld, Rheingold, ist ein Werkzeug gegenseitiger Wertschätzung, nicht eins des den anderen Betrügens.
    Ist wie beim Messer: Ein Messer nutzt Du, um Dir Nahrung zuzubereiten, kannst es auch Deinem Nachbarn in den Bauch stecken, um dessen Speisekammer zu plündern. Sind jetzt alle Messer schlecht? Müssen wir jetzt Messer abschaffen?
    Nein, mit ein wenig Einsicht und gesundem Menschenverstand wirst Du Deinen Nachbarn zum gemeinsamen Essen kochen einladen und er Dich.
    Angeregt ist eine Referenz 1 Rheingold = 1 D-Mark = 50 eurocent für die Steuer. Also alles viel leichter als mit Schweizer Franken, wo Du täglich zur Bank rennen mußt, um den aktuellen Kurs herauszufinden.

  31. Der Vergleich mit den Messern hinkt. Wenn mein Nachbar sein Messer missbraucht, wird meins dadurch nicht schlecht. Wenn aber mein Nachbar sein Rheingolf missbraucht, wertet das auch meins ab.

    Systeme die gut funktionieren solange jeder Teilnehmer gut damit umgeht, sind sicher deswegen nicht automatisch schlecht. Aber wenn dann Menschen ins Spiel kommen, wird das ganze sehr riskant.
    In einer kleinen Gruppe mag das funktionieren. Aber bei 80.000.000 Menschen sind bestimmt ein paar dazwischen, die es entwerten würden.
    Eigentlich schade, aber der Mensch ist so. Wenn Betrug an der Gemeinschaft zu einfach wird, tut es auch jemand. Ohne Schutzmechanismen ist keine echte Alternative zu herkömmlichem Geld.

    Es muss irgendwelche Mechanismen geben, die Missbrauch verhindern. Wer Fantasiepreise ansetzt, sollte dafür kein Rheingold machen können, und wer mehr Leistung in Form von Rheingold ausgibt als er erbringen kann, muss irgendwann pleite gehen statt immer noch mehr Rheingold schöpfen zu können.
    Aber wer soll das steuern. Es soll ja dezentral bleiben. Eine dezentrale Lösung sehe ich leider nicht. Nur die Probleme.

    Versteh mich nicht falsch. Ich finde es nicht grundsätzlich schlecht. Im Gegenteil. Ich finde es eigentlich gut. Ich sehe allerdings auch Schwächen, die es für Menschen ungeeignet machen.

  32. Noch einmal, als Emission braucht es nur geringe Summen. Da lohnt ein Mißbrauch nicht. Desweiteren schädigt sich doch jeder Mißbraucher selber. Einer, der absichtlich Phantasiepreise aufruft, wird vom Markt sofort abgestraft, weil er keine Aufträge mehr erhält. Mit der Emission von vielleicht 2.000 Rheingold pro Nase kommt man nicht weit, man ist also auf Aufträge angewiesen. Diejenigen jedoch, die fair mit ihren eigenen Rheingold umgehen, haben den Segen der Liquidität. Liquidität bedeutet Kaufkraft, Kaufkraft bedeutet Nachfrage, Nachfrage bedeutet Einkommen. Der Segen ist also nicht, sich einmal den goldenen Schuß zu geben, alles zu verplempern und wieder arm zu sein, sondern sich über ein Zahlungsmittel kontinuierliches Einkommen zu sichern.
    Was ist denn besser? Altes Geld, das zinspflichtig in die Welt kommt, also Kapitalrendite trägt, was logischerweise den Lohn senkt (wo soll die Kapitalrendite sonst herkommen?) oder Rheingold, das zinslos in die Welt kommt und den Arbeitenden den vollen Leistungsertrag sichert?
    Zumal wir unsjetzt in der depressiven “Spar”phase befinden, das alte Geld vom Markt verschwindet.

  33. “Der Staat darf kein Geld schöpfen, er muss sich bei den Banken verschulden.” — Das ist falsch.

    “Wenn alle Schulden zurückbezahlt werden würden, gäbe es kein Geld mehr, aber immer noch
    Schulden, da das Geld für die Zinsen nicht erzeugt wird bei der Kreditvergabe.” — Das ist falsch.

    “Jeder Geld-Schein ist ein Schuld-Schein.” — Auch falsch.

    “Auf dieser Welt gibt es UNBEGRENZT viel Geld. Geld entsteht im Computer.” — Auch falsch.

    “Die Staaten haben kein Geld, sie haben nur Schulden und ein begrenztes Budget…” — Auch falsch.

    “Die Schulden steigen exponentiell, aufgrund des Zinseszinseffekts.” — Und auch falsch.

  34. „Wenn alle Schulden zurückbezahlt werden würden, gäbe es kein Geld mehr, aber immer noch
    Schulden, da das Geld für die Zinsen nicht erzeugt wird bei der Kreditvergabe.“ — Das ist falsch.

    Die Aussage ist eigentlich in sich selbst ein Widerspruch: wenn alle Schulden zurück bezahlt (werden) würden, dann gäbe es per Definitionem keine Schulden mehr -mindestens für einen Augenblick.

    Abgesehen davon, es ist auch total Unsinn zu sagen, dass dann kein Geld mehr gäbe. Wie kommt der Autor auf diese Idee?? Und welcher Zusammenhang sollte es damit bestehen, ob bei der Kreditvergabe das Geld für die Zinsen erzeugt wird oder nicht??

    • Das Guthaben der einen sind immer die Schulden der anderen. “wenn alle Schulden zurück bezahlt (werden) würden, dann gäbe es per Definitionem keine Schulden mehr -mindestens für einen Augenblick. ” …ja nur gäbe es eben immernoch zinsansprüche/pflichten die zum zeitpunkt x+1 fällig sind, zum zeitpunkt x aber nicht als geld vorhanden sind….

      es werden aber ohnehin nicht alle schulden zurückgezahlt..die hauptaussage ist hier: jeder euro guthaben ist die schuld eines anderen

  35. „Jeder Geld-Schein ist ein Schuld-Schein.“ — Auch falsch

    Für die Person, die den Geldschein in der Tasche hat, ist dieser eher das Gegenteil: er stellt einen Anspruch auf einen Dienst oder eine Ware dar.

    Wenn aber mit dem Satz gemeint ist, dass alle Geldscheine durch Geldschöpfungsmultiplikatoren*
    geschaffen wurden, ist es immer noch leider falsch.

    (*http://de.wikipedia.org/wiki/Geldsch%C3%B6pfungsmultiplikator)

    • “wenn alle Schulden zurück bezahlt (werden) würden, dann gäbe es per Definitionem keine Schulden mehr -mindestens für einen Augenblick. ” ja richtig…und es bedeutet nun mal eine schuld diesen dienst zu erbringen oder diese ware bereitzustellen für den, der den schein nicht in der tasche hat…

      und denke nicht dass du netto genau das an guthaben hast was du auf dem konto hast..wir alle sind als staatsbürger exorbitant verschuldet und auch für den dienst an diesen schulden müssen wir aufkommen…

      • Wer den Schein nicht in der Tasche hat ist auch nicht dazu verplichtet, eine Leistung gegen Bezahlung zu erbringen, wenn er das nicht möchte. Nur wenn er vor hat, seine Leistung für einen anderen Dienst zu tauschen. Aber das hat mit der Funktion von Geld als Tauschmittel, und nicht mit Schuldner oder Gläubiger zu tun.

        Mit diesen Staatsschulden werden auch Sozialausgaben gedeckt, vor allem wenn das Land durch eine Rezession geht, und viele Arbeitslose gibt. Das Erste, das bei einem Schuldenabbau des Staates ausfällt sind die Sozialausgaben. Das solltest Du auch wissen.

  36. „Die Schulden steigen exponentiell, aufgrund des Zinseszinseffekts.“ — Und auch falsch.

    Das trifft allenfalls auf den nominalen Wert der Schulden zu, nicht aber auf deren realen Wert.

    Wenn die Inflation in einem Zeitraum grösser als der Zinsatz ist, steigen die Schulden n i c h t exponentiell. Ausserdem muss man bedenken, dass alle Schulden eine bestimmte Fälligkeit haben.

    • dann müsste es aber erstmal ne exponentielle inflation geben um en zineszinseffekt auszugleichen und dass das nicht gut sein kann, sollte ja wohl jedem klar sein..inflation als solche ist schon mal unsozial…nun zu sagen “das geldsystem funktioniert doch, schließlich gibt es ja die inflation” ist mehr als zynisch!

      neues geld wird übrigens auch unabhängig vom zinseszinseffekt über die giralgeldschöpfung ständig in umlauf gebracht..hier mal die kurve der weltgeldmenge bis 2008: http://www.goldsilber.org/bilder/papierreserven.gif

      gespiegelt und nach unten geklappt hast du dann die weltschuldmenge…denn wie gesagt: eder euro guthaben des einem ist immer ein euro schuld des anderen….

      “dass alle Schulden eine bestimmte Fälligkeit haben.” ja und in der regel werden sie dann mit neuen schulden ausgeglichen/bedient…das ganze ist ein ständig zirkulierender kreislauf…

      nimms mir nicht böse aber du hast die grundlegenden systemischen probleme des geldsystems wirklich nicht verstanden…das soll keine beleidigung oder so sein, aber tu dir doch einfach selbst den gefallen und lies die zusammenstellung der sehr guten artikel zum geldsystem oben…damit brichst du dir keinen zacken aus der krone und du verbreitest künftig nicht mehr unwahrheiten über ein asoziales und fehlerhaftes geldsystem…

      vielen dank :-)

      • Ich versuchte gerade sachlich zu bleiben. Ich glaubte, dass wäre auch das Anliegen des Autors?
        Das Problem ist, dass hier über Sachen diskutiert wird, die aus Unwissen und Missverständnissen von wirtschaftlichen Begriffen und Prozessen entstanden sind. Ich kann dem Autor freundlich hierzu empfehlen, Einführungsvorlesungen in VWL an der Humboldt Universität oder an der FU Berlin* zu besuchen, wo er sich bestimmt eine Grundlage und Fachkenntnisse zu Eigen machen kann.

        (*Vorlesungsverzeichnis HU und FU:
        http://www.hu-berlin.de/studium/beratung/vorlverz.html
        http://www.fu-berlin.de/vorlesungsverzeichnis/ws1112/wiwiss/
        )

      • Dass die Inflation das grösste Übel der Welt ist, meint nicht nur der Autor, sondern (fast) alle deutsche Volkswirte -von Weidman und Stark (EZB) über Herrn Schäffler (FDP) bis Prof. H.W.Sinn (ifo). Nun gibt es auch ausserhalb Deutschland viele Volkswirte, vor allem unter den Keynessianer, für die die Inflation nicht das grösste Übel ist, und die sogar ein bisschen Inflation in Kauf nehmen würden, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und die Wirtschaft anzukürbeln.

      • “Dass die Inflation das grösste Übel der Welt ist, meint nicht nur der Autor,” hab ich nie gesagt…bitte keine andichtung falscher aussagen nebst in-einen-topf-schmeissen mit (un)sinns-professoren…danke…

        das größte übel ist und bleibt das system als solches…

  37. „Auf dieser Welt gibt es UNBEGRENZT viel Geld. Geld entsteht im Computer.“ — Auch falsch.

    Auf dieser Welt gibt es n i c h t unbegrenzt viel Geld. Weder in der realen Wirtschaft noch in der Finanzwirtschaft (obwohl es bei weitem die Geldmenge in der zweiten grösser ist als in der ersten). Die Geldmenge (sei es in den unterschiedlich definierten Grössen M0, M1, M2 oder M3) ist immer begrenzt.

    Dass das Geld im Computer entsteht ist auch eine volkstümmliche Vereinfachung. Die Computers sind nicht anders als ein Teil eines Informationssystems, und können als solche nicht als wesentlicher Teil der Geldschöpfung gesehen werden. Die Geldschöpfung durch Multiplikatoren exisitierte lange bevor die Einführung von Rechenmaschinen, als die Buchhaltung auf Papier geführt wurde.

    • ja “quasi unbegrenzt” wäre in der tat genauer…natürlich gibt es erstmal bestimmte grenzen bei der kreditvergabe also bei der geldschöpfung (denn geld wird vor allem als kredit geschöpft)..in erster linie sei hier die mindestreserve genannt. das alles ändert aber nichts an der grundlegenden problematik eines ausbeuterischen, unsozialen und fehlerhaften geldsystems…

      natürlich ist das theoretisch auch ohne computer möglich und es war auch in der verganenheit ohne computer möglich…allerdings führt die kombination aus bestehendem geldsystem und IT zu dem was wir heute “wildgewordene finanzmärkte” nennen…in der tat ein neues phänomen, das die ganze idiotie nochmal auf die spitze treibt.

      “Einführungsvorlesungen in VWL an der Humboldt Universität oder an der FU Berlin” …danke hab ich schon hinter mir…wenn auch nicht in berlin ;-)

      …nochmal: ich glaube wirklich die hier verlinkten artikel plus der diskussionen darunter würden viele deiner unklarheiten aufklären: http://the-babyshambler.com/2011/12/20/im-blick-zuruck-entstehen-die-dinge-teil-2/

      …besonders empfehlenswert ist der heise-artikel und die debatte unter “wie banken geld machen”.

  38. Also waren die Aussagen entweder ungenau oder Vereinfachungen. Also falsch. QED.
    Auf jeden Fall muss man dem Autor das gute Vorhaben und die Leistung attestieren, kein Kommentar unbeantwortet zu lassen. ;-)

  39. Bei dem obigen Beispiel mit den 10.000 EUR Kredit ist mir irgendwie unklar, dass nur die 200 EUR vorhanden sein müssen. Wenn die Bank mir 10.000 EUR Kredit gibt, dann kann ich diese 10.000 unmittelbar bekommen (sprich auch in bar auf einmal abheben) – d.h. die 10.000 müssen also real sofort verfügbar sein?!

    • Geld ist kein Ding. Eigentlich braucht es nicht einmal die 200 Euro, es reicht die Verpfändung von Eigentum, um das Geld zu kreiieren. Um es bar abzuheben, muß die Geschäftsbank sich Bargeld besorgen. Dafür zediert (reicht weiter) sie diese Sicherheiten an die Zentralbank. Inzwischen nehmen die fast jede “Sicherheit”, egal wie toxisch.
      Geld (altes Geld) dokumentiert nur den Verschuldungsvorgang, der erst einmal giral erfolgt. Mit Bargeld kann man diesen Vorgang dinglich spazierentragen.

  40. http://www.humane-wirtschaft.de/geldschoepfungen-der-banken-realitaet-oder-theorie-helmut-creutz/

    hallihallo, wie steht der autor des o.a. artikels zu den verlautbarungen von helmut creutz zum thema geldschöpfung?

    liebe grüße till

  41. offensichtlich beschäftigt er sich seit über 30 jahren mit dem thema, und hat zur zinsproblematik, und dem zusammenhang der zinskosten in den allgemeinen preisen, von gütern und mieten einiges zur debatte beigetragen, das er nichts begriffen hat, halte ich dann doch etwas für vermessen…

    • schon klar, ich sagte auch nur, daß er die Geldschöpfung durch Geschäftsbanken nicht begriffen hat, nicht, daß er nichts begriffen hätte. Für ihn ja Geld einfach da und wird eingezahlt. Die Beschäftigung mit seinen Büchern lohnt in jedem Fall.
      Ein Satz von ihm ist klasse: “Sparen erzwingt die Verschuldung”.

    • halt ich so nachm überfliegen gar nichts von…geht schon mal los mit dieser unwahrheit “Diese Guthabenbestände entstehen jedoch nicht durch Aktivitäten der Geschäftsbanken und schon gar nicht der Zentralbanken, sondern einzig und alleine durch die Einzahlungs-Entscheidungen der Bankkunden!”

      und fabuliert dann von geldschöpfungstheorien…das sind keine theorien…geld existiert also muss es auch praktisch geschaffen werden…und zwar BEVOR ein kunde sich entscheidet es bei einer bank einzuzahlen. und es wird nun mal im fiatmoney-system vor allem als kreditvergabe durch die geschäftsbanken geschaffen….creutz schreibt da ja selbst: “war mir allerdings, nach 30-jähriger
      Wirtschaftspraxis sowie meinen Erfahrungen im Bankbereich (u. a. bei der Gründung der Öko-Bank), völlig unvorstellbar.” …ja weils eben so ein mega-beschiss ist, dass sich ne menge leute allerhand zeugs ausdenken um sich nicht eingestehen zu müssen dass sie sich vereimern lassen oder jahrelang vereimert lassen haben…dieser effekt führt dazu dass gerade auch viele gutinformierte leute über jahrzehnte die faktenlage negieren.

      der witz ist: creutz behauptet zwar geld würde nicht als kreditvergabe durch die geschäftsbanken geschöpft werden kann aber offenbar nicht erklären wie es dann in die welt kommt und zwar in stetig steigender menge wie man etwa hier an dieser kurve sieht: http://www.goldsilber.org/bilder/papierreserven.gif …natürlich führt dazu rechnerisch auch der zinseszinsdruck, auch das zinsgeld muss aber irgendwie geschöpft werden wenn der kreislauf nicht kollabieren soll und das passiert dann nun mal über die giralgeldschöpfung in verbindung mit der entsprechenden notenbankpolitik…weitere empfehlenswerte artikel zum thema gibt es wie gesagt hier ;-) http://the-babyshambler.com/2011/12/20/im-blick-zuruck-entstehen-die-dinge-teil-2/

      bemerkenswert ist allerdings, dass die fakten zur geldschöpfung offenbar zunehemnd aus offiziellen publikationen herauszensiert werden (ab s.47)…ohne argumente selbstredend…sollte uns allen zu denken geben…

      absurd wirds wenn creutz die nun stattfindende zensur über giralgeldschöpfung als beleg seiner thesen wertet..dann zitiert er aber wieder folgende passage, die ja genau die giralgeldschöpfung beschreibt: “„Vermehrung der Geldmenge durch Aktiv- und Passivgeschäfte des Banksystems, d. h. Schaffung
      zusätzlichen Geldes. Hauptquelle der Geldschöpfung ist heute die Kreditgewährung der Geschäftsbanken (aktive Geldschöpfung). Dem Kreditnehmer wird ein Sichtguthaben (Sichteinlagen) in Höhe des aufgenommenen Kredits eingeräumt, wodurch die gesamtwirtschaftliche
      Geldmenge unmittelbar steigt.“”(s. 47)

      …das ganze ist total wirr…

  42. Update: Am 18. Januar 2012 hat die EZB den Mindestreservesatz von 2% auf 1% halbiert (Quelle: http://www.bundesbank.de/gm/gm_mindestreserven.php). Dies verdoppelt natürlich die potentiell schöpfbare Buchgeldmenge. Ein Schritt in die richtige Richtung, wie ich meine. :D

  43. gut – kleines fazit: wir wissen jetzt ein wenig mehr davon, was wir auch schon vorher wussten: wir leben in einem beschissenem system das darauf aufgebaut ist, die menschen auszubeuten und vermögen umzuschichten, zum nachteil der masse. ich komm mir ehrlich gesagt dabei vor wie in the matrix, als ob die menschheit alle laufende batterien wären deren einziger zweck darin besteht wert zu schaffen um den zins und zinseszins zu generieren der in die taschen der obersten 1 % geht

  44. Sehr wichtiger Artikel !
    Ist zwar nicht alles richtig, aber es macht das Grundprinzip von Geldschöpfung durch Kredite klar !

    Absolut falsch ist, daraus zu schliessen und zu meinen unser Problem als Teil der 99% normalen Bürger ist..
    .. das wir EIN Geldsystem haben
    oder
    .. das man für Kredite Zinsen zahlen muss
    Das ist NICHT das Problem, denn die liegen ganz woanders.

    Aus meiner Sicht gibt es drei Hauptprobleme:

    1.) Banken brauchen ein zu geringes “Eigenkapital” für vergebene Kredite von nur 0% bis 9% der Kreditsumme, also Rücklagen, Mindestreserven für geschöpftes erzeugtes Kreditgeld.

    2.) Die Kreditvergabe unterliegt keiner unabhängigen demokratische Kontrolle.

    3.) Virtuelle Schuldenblasen müssen abgebaut und Alt-Staats-Schulden müssen zurück gezahlt werden, indem das Vermögen/Besitz der über einem Freibetrag je Bürger liegt (z.B. über 500.000) jährlich besteuert wird.

    —————————
    zu 1.) Zu geringes Banken-”Eigenkapital” für vergebene Kredite:

    Das benötigte “Eigenkapital” der Bank schwankt stark abhängig von der Art des Kredites.
    Für Kommunen war das bis vor kurzem 0% und für normale Kredite liegt das wahrscheinlich jetzt zwischen 7% und 9%
    ( Wenn da jemand eine genaue Aufstellung hat, bitte nennen. )

    Wenn ein Kredit, den eine Bank gegeben( “geschöpft” ) hat nicht zurückgezahlt wird, verliert die Bank also nur 0% bis 9% der Kreditsumme !
    Das Geld was als Kredit gegeben wurde, ist aber im Umlauf und kann nicht mehr zurückgeholt werden, weil es schon durch unzählige unschuldige Hände gewandert ist (Bäcker, Handwerker, Autoverkäufer, usw.) !

    Das dies zum geschickten Veruntreuung von Geld durch Banken einlädt, die faule Kredite ohne Sicherheiten geben, ist klar.

    Ob eine Bank in privater oder staatlicher Hand wäre, würde an dieser Form der Kriminalität GARNICHTS ändern !
    Wenn alle Banken auf einmal staatlich wären, aber alles ansonsten gleich bliebe, würde von den staatlichen Bediensten genauso weiter Geld durch faule Kredite veruntreut werden.

    Das was fehlt ist eine höhere “Eigenkapital”-Haftungsquote für nicht zurückgezahlte Kredite in Höhe von 25% bis 100%
    und stärkere unabhängige demokratische Kontrolle von privaten und staatlichen Banken !

    Eine staatliche Bank ohne echte starke unabhängige demokratische Kontrolle ist genauso schlimm/kriminell oder noch schlimmer als eine private.

    zu 2.) Die Kreditvergabe unterliegt keiner unabhängigen demokratische Kontrolle.
    Der im Artikel geforderte “, die Lizenz zum Erschaffen von Buchgeld den Geschäftsbanken zu entziehen und in die Hände des Staates – sprich einer demokratisch organisierten Gesellschaft – zu legen.” ist richtig.
    Vieleicht würde es genügen das die Kreditvergabe von einer staatlichen unabhängigen Kontrollinstanz genehmigt werden muss.( Das jemand sein eigenes Geld mit 100% “Eigenkapital”-Haftungsrisiko als Kredit gibt, bleibt davon natürlich unberührt.)

    3.) Virtuelle Schuldenblasen abbauen und Staats-Schulden zurückzahlen, durch jährliche Vermögens-Besteuerung über einem Freibetrag (z.B. über 500.000 je Bürger = Familie+2 Kinder hätten dann 2 Millionen Freibetrag).

    Die Deutschen besitzen, wenn man ihre Kredite abzieht immer noch 7200 Millarden
    Die reichsten 2% besitzen davon 4800 Millarden.

    Durch jährliche Vermögens-Besteuerung wären so alle Alt-Schulden-Probleme gelöst.
    In Europa ist die Situation ähnlich.

    —————————

  45. gerne würden wir den Geldverleihern wieder zu dem Ansehen verhelfen das sie einst hatten.als die Geldverleiher bei den Herrschenden noch den Dienstboteneingang benutzen mußten und Geldverleiher ein Handwerk war das ein ehrbarer Christ nicht ausüben wollte.Erst seit sie den Herrschenden ihre Wahlkämpfe finanzieren und darauf das Monopol auf den Silbertaler wollten und bekamen dürfen sie als Dutzfreunde bei Fürsten und Königen an der Tafel sitzen ,sagte einmal treffend in der Anstalt.

  46. I have read so many posts concerning the blogger lovers however this paragraph is really a good paragraph, keep it up.

  47. Die angesprochene Besteuerung von Vermögen wird wohl langfristig ein isoliertes und damit einziges Mittel der Wahl sein, um die Staatverschuldung zu verringern. Genau genommen könnte sie sogar total ausgeglichen werden, aber ich verstehe natürlich auch, wenn sich die so genannten Reichen dagegen wehren. Es wäre auch nicht sinnvoll, damit Unternehmen zu gefährden, was ja immer als Risiko Kritikpunkt vorgebracht wird. Ich bin mir aber gleichzeitig sicher, dass eine gute Lösung gefunden werden könnte, wenn sich nur mal endlich jemand ernsthaft darüber Gedanken machen würde.

  48. „Geldschöpfung aus dem Nichts“ wird von österr. Bankbilanzanalysen widerlegt!

    Den emotionalen Beiträgen zur „Geldschöpfung der Geschäftsbanken aus dem Nichts“ möchte ich einige Fakten entgegen stellen:

    1) Wer einen Kredit nimmt, braucht das Geld, behebt es oder überweist es an Zahlung statt. Die „Geldschöpfer“ behaupten, die Bank bucht den Kredit zweimal: Einerseits als Forderung (richtig), andererseits auch als Verbindlichkeit(Einlage). Dies stimmt nur bis zum Augenblick, wo der Kunde das Geld dann braucht und vom Giro/Sparonto behebt. Es wäre sinnlos, einen Kredit zu nehmen und legt diesen dauerhaft wieder anzulegen. Da würde man die Zinsdifferenz zahlen müssen, ausgenommen, wenn der Kredit aus Steuergründen betrieblich, die Einlage aber privat gehalten wird.
    2) Bevor ein Kredit vergeben wird, muss die Bank über ausreichende Liquidität verfügen: Wenn die Bank vorher weder ausreichend Einlagen von Kunden oder anderen Banken hat, so kann sie weder physisch noch elektronisch einen Kredit vergeben. Weil sie ja nix hat. Weder in der Kasse, noch auf einem Konto (bei einer anderen Bank). Die „Geldschöpfer“ sehen nicht, dass ihre Theorie an der Praxis scheitert. Genauso wie kein Kaufmann bei einer leeren Kasse eine Auszahlung vornehmen kann!
    3) Buchhaltungsgrundsätze und Bankwesengesetze verbieten Scheinbuchungen! Also kann gar keine Verbindlichkeit (fiktive Gegenbuchung des Kredites lt. „Geldschöpfer“) gebucht werden, wenn dem kein Rechtsvorgang mit Kundenzustimmung vorangeht. Ausgenommen für jene kurze Zeit, wo der Kreditnehmer die Zuzählung eines Darlehens auf sein Girokonto vornimmt und er diesen Geldbetrag erst später für die beabsichtigten Zahlungen benötigt. Dann aber ist die kurzfristige Geldschöpfung, resp. Bilanzverlängerung (Einlage und Kredit gleichzeitig) wieder beendet!
    4) Bankbilanzen: Seit 20 Jahren analysiere ich alle Bilanzen aller österr. Banken und sehe in keiner einzelnen Bankbilanz als auch in den Summenbilanz aller Banken (die mit der der ÖNB übereinstimmt) keine Bestätigung dieser Geldschöpfungstheorie. Diese Bilanzanalysen in Form einer Excel-Datei beziehen viele Banken, Versicherungen, Medien etc. im Abo, um sich zu informieren und dann genauso feststellen – Geldschöpfung ist nicht vorhanden! Um zur Aufklärung beizutragen, kann ab sofort jeder diese Datei bei der u. a. e-mail-Adresse anfordern und sich von der nicht vorhandenen Geldschöpfung überzeugen.
    5) Geldschöpfung ist also – wie von den „Geldschöpfern“ gefordert, nachgewiesener Weise Privileg der Notenbanken!

    Leider schaden die honorigen Professoren mit dieser Geldschöpfungs-Behauptung der sonst meist berechtigten Kritik am Bank- und Geldsystem wie der Zinskritik, der Zins- und Goldpreismanipulationen, der wirklichen Bankskandale etc. Nur die Zinsen sind Geldschöpfung, weil hier aus dem Nichts zum Kredit und zur Spareinlage eben der Zins dazukommt, ohne dass jemand dafür arbeitet. Hier kommt es aus dem Nichts beim Kreditnehmer zur Zinsbelastung (Erhöhung der Bankforderung) und beim Einleger zur Zinsgutschrift (Erhöhung der Bankverbindlichkeit), genauso wie von den „Geldschöpfern“ behauptet. Aber das gilt eben nur für die Zinsen, nicht fürs Kapital!

    Thomas Fuchs
    fuchsanalysen@gmx.at

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