Brief an den modernen Sklaven

Ein Gastbeitrag von Akromath

„Es fühlt sich so toll an, Geld zu verdienen, sich kaufen zu können was man will“, sagst Du. Deine Augen funkeln während sich in Deinem Hirn das Kopfkino abspielt, zusammengesetzt aus Versatzstücken billiger Werbeclips. Die Bedürfnisse, die die Konsumpropaganda bei Dir weckt hältst Du allen Ernstes für Deine eigenen, tiefsten Wünsche. Du hast nicht eine einzige Minute in Deinem Leben dafür aufgewendet zu hinterfragen ob, und wenn ja wie sehr, Du Sklave äußerer Manipulationen bist. Hast Du Dir wirklich Formfleisch gewünscht, bevor es Dir jemand vorgesetzt hat und gesagt hat „Hier, Friss!“?

Meist schläfst Du, Sklave. Besonders geschickt und aufgeweckt bist Du aber, was den Schutz Deiner heilen Zuckerguss-Welt angeht. Denn dass Dein Weltbild immer wieder in Frage gestellt wird, kann die große Bespaßungsmaschine in der Dein Kopf steckt noch nicht verhindern. Geifernd erkennst Du vom Spinner bis hin zum Extremisten all das Böse, Schlechte und Verachtenswerte in den Freien. Das Falsche, Gefährliche gar muss immer außerhalb von Dir selbst liegen, nur so schaffst Du es all diese stumpfsinnigen und banalen Lügen, die für Dich Wahrheiten sind, nicht in Frage stellen zu müssen. Manipulativ und propagandistisch sind immer nur die, die Dich wachrütteln wollen. Niemals die, die Dich in Deinen Konsum- und Arbeitssklavenschlaf singen.

Geld, Geld, Geld, in Deiner Welt erarbeitet man Geld. Du sagst immer Sätze wie „Für das Geld habe ich gearbeitet“ oder „Arbeit ist nur wofür man Geld bekommt“.

Du verstehst nicht im Geringsten wie all das um Dich herum überhaupt funktioniert, Du verstehst nicht, dass Werte das Ergebnis von Arbeit sind, nicht Geld, und Du versteht auch nicht, dass Geld nur das Tauschmittel für diese Werte sein sollte. Für Dich ist Geld ein Wert an sich. Und Du fragst Dich nicht einmal warum das so ist.

Du verstehst auch nicht, wie ungerecht das Bezahlsystem ist, Du weißt nicht, dass bei all dem etwas nicht stimmt, und wenn doch, dann willst Du es nicht glauben; willst nicht glauben, dass Du nur eine Arbeitskraft bist, die man tagtäglich um einen großen Teil seiner Früchte beraubt. Du bist wie ein Esel, der nicht weiß, dass er einen schweren Karren zieht, einzig und allein deshalb, weil er sich niemals die Mühe gemacht hat stehen zu bleiben und den Kopf zu wenden. Du siehst Dich ja so gerne auf der Seite der Gewinner, da sind Scheuklappen sehr hilfreich.

Und dann gibt es ja noch die vielen, kleinen funkelnden Perlen, von denen Dir die Werbung verkündet, dass Du glücklich bist, wenn Du sie in Deinen Händen hältst. Merkst Du nicht wie simpel das alles ist, wie stumpf?

Du verkündest in Gesprächen mit Deinesgleichen auch gerne, dass all die, die bei diesem Unsinn nicht mitmachen „auf Kosten der Allgemeinheit leben“, denn Du siehst einfach nicht, dass es schon einen riesigen Kuchen gibt, und dass Jeder ein natürliches Anrecht an einem Stück dieses Kuchens hat. Du siehst nicht, dass wir im Laufe der Geschichte Technologien entwickelt haben, Du siehst nicht all die Ressourcen, die eigentlich allen gehören sollten. Du siehst nicht all das Wissen, dass wir in den letzten Jahrhunderten zusammengetragen haben – wie könntest Du auch – und Du schaffst es sogar Tag für Tag an unzähligen Häusern, an Firmen und Fabriken vorbeizulaufen und findest es ganz normal, dass nur Wenige das Meiste von dem in ihren Händen halten während der Rest für ein paar Brosamen malocht.

Du sollst all das glauben, denn nur so bist Du als Sklave zu gebrauchen. Du sollst all jene hassen und verachten, die diese simplen Taschenspielertricks durchschaut haben. Du sollst denken, Du wärst auf dem richtigen Weg, während all die anderen, die im Widerspruch zu Deinem Leben stehen nutzlose Idioten sind. Du sollst genau das glauben, ganz so wie der gehirngewaschene Soldat den Krieg, in dem er sich letztlich zusammenschießen lässt, für sinnvoll oder gar gerecht hält

Du bist ein kleiner Soldat des Systems und über die, die die Uniform abgelegt haben denkst Du: Was sie tun muss nutzlos sein, denn schließlich bezahlt niemand ihre Arbeit und wert ist eben nur das, wofür andere Geld zahlen. Und außerdem wird es doch immer Krieg geben. Also braucht man auch eine Uniform.

Das Mitleid mit Dir ist es, das die Freien dazu bringt Dich immer wieder wachzurütteln, Dir mit Hilfe des Wortes, der Musik, der Kunst, der Philosophie und vielem mehr Hinweise zu geben. Sie zeigen Dir, dass da etwas nicht stimmt in Dir, dass Du einige wichtige Fragezeichen übersehen hast. Wir wollen Dir nicht einmal Antworten geben, wie wollen lediglich, dass Du endlich beginnst Deine Fragen zu stellen.

Dass Du mit Verachtung auf all das antworten musst ist Teil Deines Seins. Du bist ein Sklave, der seine eigenen Ketten schmiedet und wenn ein Kettenglied zu rosten beginnt, bist Du es selbst, der alles wieder in Ordnung bringt.

Es ist manchmal sehr ernüchternd und deprimierend, Dir bei all dem zuzuschauen. Und wenn die Kette dann wieder schön funkelt und glänzt, rennst Du wie ein aufgescheuchtes Huhn umher und gierst nach Anerkennung und Applaus. „Hab´ ich das nicht gut gemacht? Hab ich, hab ich?“.

Wer weiß, ob Du jemals aufwachen wirst, ob Du all dies überhaupt erkennen kannst. Es mangelte nie an Menschen die Dir all dies zeigen wollten. Es gibt sie, die Freien, die in Solidarität auf Dich warten.

Den Weg der geistigen Gefangenschaft weiter zu gehen, ist Deine eigene Entscheidung, Deine Verantwortung. Wenn Du, Sklave, weiter die Augen vor all dem verschließt, sollte es keine Überraschung für Dich sein, wenn irgendwann, wir Dich verachten.

Aber das ist dann wohl Dein geringstes Problem…


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Warum spenden?: Selbstverständnis eines Bloggers – Journalismus im schwarmintelligenten Wandel

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51 Responses to “Brief an den modernen Sklaven”

  1. Lol, diese platte arroganz kann man gar nicht fassen. Wer glaubt, man könne irgendjemanden mit solchen flachen texten “wachrütteln” soll mal “philosophieren” gehen. Das heißt, erst einmal überhaupt etwas lesen.

  2. Das ist ungefähr so tiefschürfend wie ein Eimer Hundekacke. Die Idee, Verachtung und Beschimpfung (beispielsweise für den Zeitarbeiter, der sich von seinem Geld einen Fernseher kaufen möchte) für den “modernen Sklaven” als revolutionäre Idee zu verkaufen ist so scheissblöde, dass man sich wünscht, von einem Asteroiden erschlagen zu werden, damit es endlich dunkel ist.
    Immerhin ist es dem Autor gelungen, zu seinen inhaltsarmen Beschimpfungen einen angemessenen Stil zu finden, die abgedroschenen Sprachkadaver, die uns hier als Metaphern verkauft werden sollen, sind von schülerzeitungsähnlicher (7 Klasse, aber höchstens) Unter-Komplexität.

    Passt super in diesen 3-Themen-Blog (Antideutsch=Bäh, Zinssystem=Pfui, Skeptiker=Denunzianten).

    • Mir scheint’s, Du bist noch im Tiefschlaf.

      Rothschild, 1863 in London vor Geschäftspartnern :
      “Die Wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, dass aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmaßen, dass das System ihren Interessen feindlich ist.”

      Henry Ford: „Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution vor morgen früh.“

      Schlaf’ gut und träum’ schön – und möge Dein Erwachen nicht zu unsanft sein.

    • Wer den Schaden hat.

      Wenn Leute an ihrem kleinem Sklavenleben nichts ändern wollen, dann Verwenden sie in letzter Zeit gerne das Wort “Unter-Komplex”.

      Aber zu komplexe Literatur zu diesem Thema wollen sie auch nicht lesen, weil es dafür Zeit braucht, man vieles nicht versteht und sich erst informieren müsste; aber dann bleibt ja keine Zeit mehr zum Arbeiten, Fernsehen, Shoppen, Saufen und Masturbieren.
      Wenn der Grad der Komplexität dann passt, dann sagen sie gerne: “Ich sehe das einfach anders. Themawechsel !!”
      Sie fühlen sich erwischt und klein und dumm. Keiner will sich so fühlen, also müssen sie dieses Gefühl abstellen. Jeder hat da seine eigenen Mechanismen.
      Manchmal denken sie nach dem sie wachgerüttelt worden sind, tatsächlich noch eine Weile über sich, ihr Leben und dem Gesagten nach. Hält aber nicht lange, da sie am nächten Tag wieder im alten, gewohnten Trott sind, mit Menschen, die genauso schlafen. Also legt man sich wieder hin und fühlt sich wohl, weil man wieder mit der Masse schlafen kann.
      Womit sich für sie das Thema dann auch wieder erledigt hat.
      Ich kann das alles natürlich psychologisch erklären, aber ich werde die erwünschte Komplexität garantiert nicht treffen und wenn doch siehst du es bestimmt einfach anders.

  3. Das ist aber wirklich schön für den Autor das er so frei und solidarisch in seiner Gemeinde der Aufgewachten lebt, wahrscheinlich völlig unabhängig von der ihn umgebenden Normalsterblichenwelt.
    Was ist die Motivation für das Gesülze ? Hass und das Verlangen nach Abgrenzung, er will ja so gerne helfen, mit der Brechstange versteht sich.

    • Sehe ich nicht so.
      Es ist lediglich der Versuch, zum Nachdenken anzuregen. Aber das ist natürlich anstrengend und da bleibt dann natürlich nichts weiter übrig als das Gift des (Deines) Hasses zu versprühen.

      • liebe solveigh, du weißt, ich schätze dich sehr. aber hier hat der vor-kommentator einfach recht.

        was dieser beitrag (und einige andere nebst so manchem des blogbetreiberss selbst) verbreiten, ist nichts anderes als platte ressentiments aufbauen und damit hass schüren, vorurteile aufbauen, diese immer wieder bedienen und festklopfen, und damit gift und galle zu sprühen.

        das verrückteste an der sache ist aber, daß diese, die auf einem so extrem niedrigen niveau “argumentieren”, welches gerade auf der ebene, die sonst “der steuerzahler” genannt wird (von einer anderen klientel) rangiert, also nur vom ICH ausgeht, keine analytische tiefe erreicht, in keiner form. und diese leute behaupten von sich, sie ” seien erwacht”… wundert es nur mich, daß das an religiöses gesülze erinnert?

        und sie behaupten auch, in abwehr des eigenen inneren hasses wahrscheinlich, daß der jeweils andere es ist, der gift und galle spuckt – obwohl er es selbst ist.

        eine solche diskussion ist selbst bereits höchst krank. und ich frage mich bereits seit wochen, wo eine solche abgrundtief dumme dskussion noch hinführen soll. wie platt soll der diskussionsstand noch werden?

      • Es kommt – wie immer – auf den Betrachtungsstandpunkt an, Anja.

        Ich habe den Artikel empfunden, wie oben beschrieben.

        Du hast ihn anders empfunden – und viele andere Kommentatoren auch.

        Da diese verschiedenen Standpunkte nicht zusammen zu bringen sind (es geht ja um “Empfinden” und nicht um “Argumente”), habe ich mich bereits vor längerer Zeit aus der Diskussion ausgeklinkt.

  4. das ist mal wieder einer dieser “ich weiß etwas, das du nicht weißt” texten. wenn der autor wirklich denkt er habe das ganze system durchschaut, so soll er es doch für sich behalten. dieser text lädt nicht zum diskurs ein, sondern zementiert nur seine eigene meinung – ist also nicht sehr hilfreich. die größte gefahr besteht darin, zu glauben man habe alles begriffen – das sind die obersklaven ihrer eigenen arroganz.
    die meinung jedes menschen zuzulassen und daraus für sich selbt schlüsse zu ziehen – seine sicht der dinge offen zu halten, ist die kunst. das ist meine meinung zu diesem artikel.
    david

  5. Autsch! Der Artikel wird einigen wehe tun..
    Ich muss indes zugeben, dass er mir gut gefällt in seiner Rauheit. Sicherlich ist dem Autor (Akromath) Ironie kein Fremdwort. Mir scheint den Leuten, welche sogleich “dagegen” rufen, mangelt es an Humor oder Selbstironie? Entweder man fühlt sich von den Äusserungen unterschwellig angegriffen – oder man kann beim Lesen lachen und nachdenken. Das kommt ganz darauf an wo man sich selbst verortet. Ich jedenfalls konnte gut schmunzeln, da mir der gesamte Text in seiner Schärfe zwar authentisch, aber eben auch bewusst überspitzt, satirisch, anregend daherkommt. In Zusammenhängen bei denen klare Positionierungen nun mal nötig sind – “Zukunft unserer Enkel” beispielsweise – , ist es mir stets ein Vergnügen, neben all dem allzuromantischen „Alles wird schon von allein besser”-Attitüden, solche gepfefferten Artikel zu lesen. (Auch wenn sie hier und da eventuell ein wenig zu weit gehen sollten.) Es ist das Recht der freien Kunst, der Satire oder Karikatur die Dinge etwas überzeichnet ans Licht zu stellen, schlicht weil die Übertreibung immer auch verdeutlicht, wo genau der entscheidende Punkt einer Äusserung liegt. Viele sind dann sehr kitzelig, empören sich über die Offenheit, die Härte, die Direktheit…, besonders im iNetz, da sie es gewohnt sind gemütlich vorm Bildschirm etwas zu kommentieren, ohne handfeste Folgen, ohne echte Denkanstösse, ohne Wirkung auf ihr alltägliches Leben. In einer Welt der Stagnation, Dogmen und Ungerechtigkeiten ist es indes eine Frage der Kourage, wenn ein Mensch auch schwierige, schwere, polarisierende Worte veröffentlicht. Ich muss nicht alles teilen, aber diesen Mut respektiere ich immer!

    Viel bemerkenswerter finde ich Folgendes: beim zweiten Lesen wurde mir klar: „Der Artikel ist gar nicht so satirisch überhöht, wie es erst mal den Anschein hatte…“ Leider ist er auf seine Art nötig, trifft mit wenig Übertreibung den Ist-Zustand der Situation, er entspricht der allgemeinen Debatte, ist also auf der Höhe seiner Zeit! Wie lange noch wollen wir alle warten uns selbst zu reflektieren, uns einzugestehen: es ist mehr als nötig endlich Farbe zu bekennen, sich selbst klar zu positionieren, ohne dabei stehen zu bleiben. Wir selbst sind Teil der Herausforderung und des „Fehlers“ der alten Welt, wir fangen lediglich gerade an selbstkritisch zu werden, es ist nur ein Anfang. Wir können nun destruktiv rumstreiten, uns Vorhaltungen machen und anklagen – oder wir kritisieren uns selbst, reflektieren uns, arbeiten kooperativ an der Aufgabe, die unserer Generation und allen folgenden zufällt…

    Diese Revo-Zeiten in denen wir uns befinden sind eine Herausforderung und Chance. Sie haben ihre ganz eigenen Dynamiken, vieles ist für uns ganz neu, wir haben alle Vieles zu lernen. Dafür müssen wir uns nicht schämen. Die verschiedenen Standpunkte sind alle vollgültig und legitim, aber den positiven „Wettkampf der Gedanken“, das Ringen der Ideen bereits im Keim zu ersticken mit diesem ewigen „Dagegen“, das geht gar nicht, weil es jegliches gemeinsam Denken verhindert… Jeder sollte bei sich anfangen, das alte/neue Geheimnis der philosophischen Selbstreflexion leben, denn es gibt nichts schöneres, als sich zu entdecken, verstehen lernen, dadurch als Folge sich auch geschickter in der Welt (oder eben in den Debatten) bewegen zu können. Wer sich halbwegs erkennen lernt, der wird sich selten angegriffen fühlen, da er sein Interesse bei den Inhalten hat, nicht beim Privaten oder Subjektivem. „Was will der Autor mir damit sagen? Was kann gerade ich daraus lernen?“ und ähnliche Frage stellt sich so ein echter freigeistiger Mensch, Verständnis und Einsicht erlangen, sowie echte Kooperationen mit Gleichgesinnten sind seine Ziele. Indes nicht im Sinne der „alten Welt“, als Konkurrenzverhalten zwischen unterschiedlich denkenden Gruppen, sondern als dezentraler Teil des Gesamtschwarms Menschheit, in dem es zahllose Ansichten, Weltbilder, Wünsche gibt, die sich aber nicht bekriegen, sondern ergänzen! Das „Gegeneinander“ ist eine Mär der kapitalistischen Krake, das Miteinander ist die Wirklichkeit, welche sich gerade sichtbar überall auf der Welt entfaltet. Und das ist neu, weil wir einen welthistorischen Zeitpunkt erreicht haben, an dem sich wirklich etwas verändern lässt, ohne Romantik, Idealismus und Träumereien! Erstmals können wir dezentral miteinander kommunizieren (wie auf Blogs oder in Netzwerken), weltweite Vernetzung ist nicht mehr nur ein hohles Wort, sondern gelebte Wirklichkeit. Diese Neuerungen und Werkzeuge geben uns die Möglichkeit alle Herausforderungen, die sich uns stellen, gemeinschaftlich als Schwarm-Intelligenz zu meistern. Wer will sich da ernsthaft über den Luxus der Vielfalt in unseren Ansichten beklagen? Verschiedene Weltbilder müssen sich nicht zwangsläufig bekriegen bis auf’s Blut, sie könnten auch gemeinsam, indem wir aus allen das Beste herausfiltern, in ungeahnte Höhen wachsen…

    Schliesslich kann ich nur sagen Reibung erzeugt Wärme, und die haben wir alle in diesen kalten, aber bewegten Zeiten nötig, damit sich der erwünschte Wandel in der Welt etablieren kann. Wir müssen uns „auseinadersetzen, um besser beisammen zu sitzen“…
    *Radikalisiert euch: arbeitet an der „Zukunft unserer Enkel“, dann bleibt keine Zeit für Verstimmungen und Befindlichkeiten. Es gilt eine Welt zu verwandeln, und wir sind dieser Wandel. Mit jedem Gedanken, jedem Wort, jeder Tat bauen wir die Wirklichkeit unserer einmaligen Welt.

    Mögen wir redliche und konstruktive Architekten sein!

    • da magst du recht haben, vielleicht sollte man einfach drüber lachen. deshalb ja eigentlich mein lol. ich denke, ich weiß schon wer der autor ist und wenn ich richtig liege, dann weiß ich, dass derjenige es überhaupt nicht ironisch meint, sondern sich tatsächlich, schon seit längerem und immer mehr für den einzigen erleuchteten auf der welt hält. derjenige versteht “revolution” als der akt “auszusteigen” quasi, als ob es reichen würde, die händchen vor den äuglein zu halten um das gesammte kapitalistische system^^ zu “überwinden”. ich denke mal, er hat sich einfach noch nie ernsthaft mit revolution und kapitalismuskritik beschäftigt. Das will er auch gar nicht. Einfache fragen wie zum beispiel, was eine revolution überhaupt ausmacht, welche phasen sie durchläuft, wie überhaupt wandel in der vergangenheit zustande kam, hat er sich allen anschein nach noch nie gestellt. Absolut gar keine beschäftigung damit, wie man die masse errreicht. Lieber von oben herab behaupten, alle um ihn herum wären ja soo dumm. Wenn so ein verhalten nicht ok, kontraproduktiv und destruktiv findet, dann ist man natürlich ein getroffener hund! was denn sonst? Es geht eigentlich um das hippe wort “revolution” und um sich als etwas besseres zu fühlen, als die menschen um sich herrum. Darum auch die arachoambitionen. Nicht etwa um wenigstens selbst freier zu sein und zu denken, sondern ehr um behaupten zu können, man wäre freier als andere..sehr sehr schwacher geist. schade drum, war mal ein cooler mensch …und sehr sehr schade auch, dass das alles unter dem label “occupy” geschieht und auf zustimmung stößt in so manch einen enstandenen kries einer selbsternannten avantgarde, die so gar nichts mit der weltweiten bewegung zu tun hat.

    • Danke für deinen Kommentar! Mir begegnet derzeit leider überall dieses Problem. Für einen kurzen Moment, nämlich als Bilder von Massenprotesten, Occupy-Aktionen und dergleichen begannen um die Welt zu gehen und Informationen über das System in dem wir derzeit Leben immer leichter für jeden zugänglich wurden, keimte so etwas wie Hoffnung in mir auf. Hoffnung die ich schon sehr lange verloren wähnte.
      Aber es dauerte leider nicht lange bevor sich der Grundgedanke des Systems, welches uns mental von klein auf infiziert hat in die, bis dahin konstruktiven, Debatten und Aktionen schlich. Und wenn man sich jetzt umschaut, Kommentare und Postings verfolgt, dann bekommt man leider wieder bedrückend deutlich gezeigt, wie fest sich das anerzogene Konkurrenz- und Schubladendenken in das Bewusstsein der Menschen gefressen hat. Überall diese destruktive “dies hast du falsch gedacht, das hast du fehlinterpretiert und überhaupt ist deine ganze Art mit dem Thema umzugehen unter aller würde!”-Pseudomoral gekoppelt mit “Ich richtig du falsch”-Schubladendenken. Und schon fängt der Umbruch an zu Wanken, weil fast niemand versucht einen Konsens zu finden, wenn er auf andersartige Meinungen und Vorgehensweisen trifft. Mir fällt es schwer einen Vergleich mit der judäischen Volksfront und der Volksfront Judäa, aus “Das Leben des Brian” aus dem Kopf zu bekommen.
      Es ist an der Zeit das veraltete schwarz/weiß-denken abzulegen und das sinnvolle differenzieren von Grauabstufungen zu erlernen, denn nur dann haben wir eine Chance auf eine Welt, in die man guten Gewissens Kinder setzen kann.
      Dum spiro spero…

      P.s.
      Dieser Kommentar soll definitiv keinen Angriff auf jemanden darstellen. Er ist lediglich als Dank/Denkanstoß gedacht.

  6. machs gut
    “Sie fühlen sich erwischt und klein und dumm.”

    nö, sie sind klein und SAUdumm.
    so einfach ist das.

  7. “Wenn Leute an ihrem kleinem Sklavenleben nichts ändern wollen, dann Verwenden sie in letzter Zeit gerne das Wort „Unter-Komplex“.”

    Es ist wie immer hier: ihr seid kritikunfähig und verurteilt PERSONEN, ohne sie auch nur zu kennen. Ich verurteile die Haltung, die menschenfeindliche Ideologie und die Haltung des Artikels, das ist etwas völlig anderes.

    Eure totalitäre Arroganz ist ekelerregend und der Grund, warum Leute mit Grips sich von euch fernhalten.

  8. >Du verkündest in Gesprächen mit Deinesgleichen auch gerne, dass all die, die bei diesem Unsinn nicht mitmachen „auf Kosten der Allgemeinheit leben“, denn Du siehst einfach nicht, dass es schon einen riesigen Kuchen gibt, und dass Jeder ein natürliches Anrecht an einem Stück dieses Kuchens hat.<

    Dass unsere Arbeitsgesellschaft humaner und intellektuell anspruchsvoller funktionieren kann, da bin ich ja dabei. Aber dass man den Wert der Arbeit runterredet, während wir unzählige ungedeckte Bedürfnisse zu befriedigen haben (Bildung, Pflege, Soziales, …), die nicht durch Technologie alleine bewältigt werden können, finde ich schon bedenklich. Typischer Fall von Pendelschlag: von einem Extrem in's andere. Die komplett umgedrehte Sichtweise, bzw. der Blick über den Tellerrand hinaus ist zwar interessant und für manchen ansprechend, aber zielführend ist so eine Argumentation mE nicht.

  9. Ausgezeichneter Artikel!

    Niemand ist frei, der nicht über sich selbst Herr ist.
    Mathias Claudius

  10. Lieber Herr A.F, liebe(r) long live… und Sympathisanten, sie verlassen sich also bei der Lösung der vielen Probleme dieser Welt und der Beseitigung der unglaublichen Ungerechtigkeit ganz auf unsere liebe bombastische US-, EU-, D-Regierung oder sonst wen? Oder hätten Sie auch selbst ein paar Vorschläge anzubieten? Und wenn ja, was wäre Ihr Beitrag? Falls Sie keinen hätten, dann wäre das echt peinlich für Sie!

    • Überhaupt erstmal von den gedanken runterkommen, man wäre erleuchtet und die überall mehr oder minder unterdrückte bevölkeung ein dummer unfähiger haufen wäre, Denn wenn man so eingestellt ist, was macht man dann überhaupt in einer (in deutschland muss man noch sagen “angeblich`) revolutionären demokratiebewegung?. Bei sich selbst anfangen und mit diesem elitären gehabe aufhören. Dann auch endlich annerkennen, dass man für eine revolution (oder sein wir mal realistisch hier: erstmal für eine wirkliche massenbewegung) den rückhalt der bevölkerung braucht. Auch annerkennen, dass mindestens eine konkrete forderung oder, wem das wort nicht gefällt, konkrete “ziele” nötig sind um eben die masse zu bewegen und die kann nicht schlicht “echte demokratie” sein, So einfach ist es leider nicht, obwohl ich mir das auch wünschen würde. Annerkennen, dass man so langsam anfangen sollte, mit den gewerkschaften zusammenzuarbeiten. Das heißt überhaupt erstmal die kommunikation mit denen ermöglichen.

      Halt einfach annerkennen, dass man mit eben jenen “dummen systemsklaven” zusammenarbeiten muss, Die revolution ist *AUCH* ein bewusstseinsprozess aber niht *NUR*. Ansonsten bleibt die “bewegung” bei karnevalen und kreidebemalugen die keinem jucken, so spaßig die auch sein mögen.

      Von oben herabgekotzte belehrungen eines einzelnen menschen mit größenwahnsinnigen zügen, helfen nicht. MIt solchen “artikeln” ist es kein wunder dass sich die mehrheit nicht mit den leuten hier bei occupy in deutschland identifiziert. Da ist kein stück solidarität zu spüren sondern einfach nur sture und ja, dumme arroganz. Als edj/occupy interessierte distanziere ich mich von solchen texten.

      Das ganze beruht auf den gedanken, es gäbe einen “neuen” system, der vom kollabieren des “alten” verursacht wird. Was in gewisser weise, generell gesehen auch stimmt, aber dieses verhältnis ist ja nicht unabhängig von den kräften, die die bevölkerung aufbaut. Daraus wird einfach schulssfolgert, dass man garnichts tun müsse, außer auf den totalen kollaps zu warten und sich um die eigene versorgung im “neuem” system zu kümmern. Daher der unwille sich mit den “dummen” zusammen zu tun, weil sie eben sowieso dumm sind und von daher überlebensunfähig nach einem kollaps. Diese theorie zeugt eben von IGNORANZ. Mir scheint, der theoretiker hat einfach zu viele filme a la matrix gesehen und überträgt sie einfach auf die wirklichkeit.

      Ich bin mir sicher, dass eine revolutionäre bewegung auch hier in deutschland kommen wird. Allerdings werden ihre wortführer keine bessermenschen sein, sondern leute, die an der echten beteiligung aller interessiert sind. welche die die veränderung der lebensumstände der menschen als ziel haben und nicht solche geschichten von angeblich klugen und dummen menschen schreiben.

  11. Seit der “Rede an den kleinen Mann” hat sich nichts IN den Menschen geändert.
    Ich denke mal, dass die die hier am lautesten schimpfen nicht wissen wer Wilhelm Reich war und was er versucht hat zu tun, um ihnen einen Weg zu zeigen.

    Liebe Grüße aus dem Wald ;)

  12. Es sind schon einige Worte dazu gesagt worden. Mich hat der Ruf des Erwachens recht früh (vor ca. 30 Jahren) erreicht. Zwei Dinge sind mir wichtig auf diesem Weg geworden: Ich kann zwar selbst zu rufen anfangen, aber einen Anspruch darauf, gehört zu werden, habe ich nicht. Je eher ich mich mit diesem Gedanken anfreunden kann, desto freundlicher, verständnisvoller und geduldiger wird mein Rufen. Das andere ist: Ich muss mich nicht wundern, dass das Sprichwort stimmt: “So, wie ich in den Wald hineinrufe, so schallt es auch wieder heraus.” Je nachdem, wie gut ich das Echo vertragen kann, wird sich mein Ruf auch formen. Und selbstverständlich habe ich auch keinen Anspruch darauf, die allein selig machende Botschaft parat zu haben, oder jederzeit Wahrheit zu verkünden. Auch ich bin immer wieder dem Irrtum ausgesetzt. Das entmutigt mich letztlich nicht. Und ich bin froh um jeden Mitstreiter an meiner Seite, welcher mithilft am Gebäude dieser Welt mitzubauen. Aus Gedanken werden Worte und aus Worten werden Taten. Deshalb bin ich Akromath dankbar für seinen Denkanstoß als “Brief an den modernen Sklaven”; auch dann, wenn dieser Artikel seinen Zuhörer oder Leser nicht gerade mit Girlanden verziert.

  13. @falk:
    Ich verlasse mich auf mich und auf Freunde und Menschen, denen ich sonstwie vertrauen kann. Schon die unglaublich blödsinnige Arroganz, mit der man hier als Kritiker eines miserablen Artikels (davon gibt es ja hier auch viele) sofort als Anhänger sämtlicher schlechten Regierungen dieser Welt zugeordnet wird, garantiert schon mal auf jeden Fall, dass du nicht und niemals in diesen Kreis aufgenommen wirst (dabei ist das eigentlich nicht schwer).
    Wie ich weiter oben schon mal postete, die Grundstruktur in den Threads ist hier totalitär, wer sich eurer simplen Weltsicht und eurren verdummenden Vereinfachuingen nicht beugen will, wird grundsätzlich als Feind ausgeschrieben oder als Denunziant oder Spalter oder Spitzel oder whatever.

    Ihr seid doch bloß der hässliche Spiegel des Meinstreams und werdet hoffentlich nach dem Wandel, der Transformation, der Revolution oder dem Zusammenbruch eure version eines neuen Miteinanders auf Alcatraz ausprobieren dürfen – während ich mein Leben mit einer Mischung aus Radreisen, Jobben auf der Farm, Studium, Möbelbauen, Journalistik und Kunst machen/schreiben verbringen werde.

    • @Andreas
      Warum nicht gleich Guantanamo, da gehöhren wir doch alle hin! Genau dieser Ton macht mir ungeheure Angst.

      silvio hat oben Wilhelm Reich genannt, kann ich gleich weiterempfehlen: Massenpsychologie des Faschismus. Oder le Bon: Die Psychologie der Massen, das reicht auch schon.

      Der Artikel versucht genau vor diesen negativen Entwicklungen zu warnen.

      • das verdrehte ist ja: der artikel ist selbst nichts anderes als eben dies.

        ich stimme andreas f. vollkommen zu. dieser artikel ist so borniert in seiner betrachtungsweise.der tonfall in diesem blog so auschließend und arrogant, daß man wirklich einen hauch von totalitarismus darin erkennen kann.

        warum erschreckt euch eigentlich dieser artikel nicht in seiner dummen machart? warum findet so eine wirklich dumme weltsicht (ich kanns nicht mehr anders nenen als schlicht und einfach das,w as es ist: dumm) so leicht so viele anhänger? welchen winkel im herzen tippt so ein vorurteilsbeladener beitrag an,d er bestätigt sein möchte?

        ist es die enttäuschung darüber, daß nach dem 15. oktober nicht sofort alle menschen “aufgewacht” sind und den neuen revolutionären gefolgt sind? ist es diese enttäuschung, die sich mittlerweile zu aroganz und hass gegen eben jene übrige bevölkerung wendet, die dann abgewertet wird und beschimpft mit stereotypen festschreibungen wie “dumm”, nur an shoppen interessiert, sklave sein und so fort.

        hat man sich schon mal gefragt, ob es vielleicht auch an der eigenen herangehens- und handlungsweise liegt, daßso viele menschen, die anfangs da waren und doch wirklich eine veränderung wollten (und vermutlich immer noch wollen, aber nicht in dieser bewegung als umsetzbar sehen) und sich dann mit der zeit abgewandt haben? woran mag das wohl gelegen haben?

        vielleicht an der schon im grundsatz von anfang an vorhandenen arroganz, die sich in solchen artikeln wie diesen jetzt tatsächliche ndlich outet? und dann glaubt man wirklich noch, daß man die übrige bevölkerung mit dieser einstellung noch erreichen will oder kann? glaubt man in dieser bewegung wirklich, die leute lassen sich auf so etwas ein?

        ich bin erschrocken seit wochen, in w elche richtung sich diese bewegung hin entwickelt hat. wirklich tief erschrocken.
        und auch ich habe mich zurück gezogen. denn mit so was will ich dann nichts mehr zu tun haben. das hat mit dem, was wir uns auf die fahnen geschrieben hatten, wirklich nicht das gringste mehr zu tun.

        ich will nicht teil einer bewegung sein, die vorurteile aufbaut und pflegt, andere menschen denunziert udn abwertet und hass produziert. das ist nicht meins. und daran beteilige ich mich nicht.

      • Die Diskussion ist insofern interessant, als dass wir uns alle eingestehen müssen, dass wir irgendwie immer jemanden ausgrenzen. Auch wenn man Menschen ausgrenzt oder verurteilt, die andere Menschen ausgrenzen, grenzt man eben aus. Ich habe absichtlich keine Begriffe wie Faschismus etc. verwendet, da diese Wörter wieder separieren und nicht einen.
        Die spannende Frage ist nun: Wenn man ausgrenzende Menschen NICHT ausgrenzt, unterstützt man dadurch das Ausgrenzen eben dieser Menschen und grenzt dadurch selbst aus?
        Wenn diese Frage geklärt ist, können wir auf einem neuen Niveau weiter diskutieren…
        Ich habe leider keine universelle Antwort darauf, nur eine persönliche Meinung.

      • @ anja neumann: “und auch ich habe mich zurück gezogen.” …gute nachricht. eine teilzeit-heckenschützin weniger in der bewegung
        …auch wenn ich manche deiner texte schätze, aber die kannst du ja auch schreiben ohne hobbymäßig über andere aktivisten herzuziehen, von daher ist nur schreiben wohl sinnvoller :-)

        “andere menschen denunziert udn abwertet und hass produziert. das ist nicht meins. und daran beteilige ich mich nicht.” WUAAAAAAAAAAHHAHAHAHAHA …der witz des jahrtausends.

        ciaoi!

  14. @falk
    “…eurer simplen Weltsicht und euren verdummenden Vereinfachungen….” =
    alle Kritiker müssen Faschisten sein.

    Unterirdisch.

  15. Schon klar, wir sind alle unterbemittelt. Aber Ihr versteht die komplexesten Zusammenhänge.

  16. Wenn die Haifische Menschen wären, würden sie den Fischlein facebook geben, damit dort die Wahrheit verbreitet werden kann, dass es nichts Schöneres gibt, als in den Rachen der Haifische zu schwimmen. Den Eifrigsten würden sie kleine Orden, Friedensnobelprice oder Menschenrechtsmedaillen verleihen. Diese könnten alle sicher sein, dass die Fischlein, die zuletzt gefressen werden im Fischleinhimmel einen ganz besonderen Platz bekämen.
    Wenn die Haifische Menschen wären…….

  17. Ja, das Sklavenbild ist inzwischen stimmig, hier z.B. ein weiterer Text dazu:
    Die Matrix Staat als Menschenfarm?
    Schade nur, dass der Abspann des Artikels Fronten aufbaut, weshalb ja auch der eine oder andere Kommentar auch das Angegriffensein zeigt. Vielleicht lässt sich das ja noch überarbeiten?
    Vielleicht bin ich auch schon zu alt, aber ein Text wird um so sympathischer und akzeptierender, wenn er rund ist, womit ich auf die vielen Interpunktionsfehler hinweisen möchte.
    Und dann bleibt zum Schluss noch die Frage, was getan werden kann, damit wir zukünft nicht mehr ein System der Herren und Sklaven haben, ohne dass beim Wandel Blut fließt. Wäre ein möglicher legaler Weg, nun in den Entwurf einer eigenen Verfassung^ einzusteigen, so wie die Gründerväter unseres provisorischen Grundgestzes es im Artikel 146 vorgesehen hatten? Das hätte den Charm, dass weitere Fragen aufgeworfen werden und darüber nachgedacht wird. Ein neues Bewusstsein kann sich entwickelt …

  18. Letzendlich werden wir uns selbst zerstören und alles verlieren, wenn wir so weiter machen.
    Entweder ein “Weltverbesserer”, der Tyrannei und Elend bringt oder wir stehen auf der Straße, weil das System uns nicht braucht oder aus Habgier erklären wir den Krieg und schießen uns mit zu mächtigen Waffen tot.
    Die Gesellschaft muss sich ändern, Arbeit darf nicht ins Ausland ausgelagert werden (auch wenn der Gewinn geringer ist, die Preise leicht höher sind).

  19. “Jeder Mensch ist ein Künstler.” Joseph Beuys. Egal ob man sich als Sklave oder Erleuchteter sieht, bleibt uns diese schönste Wahrheit. Ausserdem sind wir alle Prostituierte, daher erscheinen sie mir die Konsequentesten von allen. Warum wir alle mit ihnen Mitleid haben, sollte mir mal jemand beantworten, wenn ich doch selbst noch erbärmlicher bin, weil ich jetzt nicht auf der Straße bin als Clandenstino, als Gepeinigter und Geschundener in den Knästen des CIA oder NSA oder KGB oder auch immer wie die Kacke heißt. Und ich glaube daher die aufgeheizte Debatte, weil manche Menschen von diesen Knästen wissen und um die Gefahr die auch schon an unsere westlich heiß geheizten Wohnzimmertüren klopft, und manche die mehr mit dem “normalen” Leben konfrontiert sind, die sich selbst nicht als Prostituierte im kapitalistischen System empfinden, weil sie durch ihren erworbenen Status eher zufrieden mit den gesellschaftlichen Systemen, wie Uni, Laufbahn und Karrieren sind, noch nicht so viel davon wissen wie tief die Verschleierungsmechanismen der wahren menschlichen Herkunft des Menschen über die letzten Jahrhunderte gewirkt haben. Erstere wissen nicht wo sie ansetzen sollen, sind oft Verzweifelt, so wie ich. Daher frage ich mich woher der Groll gegen den obigen Text? Seine eigene Verzweiflung über einen unhaltbaren Zustand zu teilen, ist etwas Gutes. So sehe ich, dass ich nicht allein bin. Es ist ja auch keine leichte Aufgabe, Selbstmeisterschaft in einer Welt zu erlangen, wo ich mich automatisch an andere Menschen wenden muss, um nicht zu verhungern. Ich kann mich nicht als selbstversorgender Eremit in ein einsames Waldstück zurückziehen. Alle Institutionen, mein Geist und der der anderen sind aber vom Herrschaftsgeist durchtränkt, vom Recht des Stärkeren von Idolen wie Arbeit und Mühe. Es ist nur, weil der Mensch nicht weiß wo er ansetzen soll, letzlich, weil wir unseren eigenen Körper nicht kennen, nicht wissen wo wir herkommen(vor der Geburt) und wo wir hingehen(nach dem Tod) und unseren Geist schon gar nicht kennen. Die wenigsten Menschen haben gelernt ihre Gedanken zu kontrollieren, zu sprechen wenn es sein soll und zu schweigen, wenn es geboten wird.
    Auf den Straßen werden wir uns über die Herz zu Herz Kommunikation verständigen und in uns selbst werden wir die Stille und Reinheit kultivieren mit Hilfe der Meditation bzw. des Yoga. In dieser inneren Stille findet die eigentliche Revolution in jedem Menschen selbst statt, die Straße dient nur zur Verständigung und zum festlegen der gemeinsamen Unternehmungen. Die Kundalini Kraft (spirituelle Energie) liegt schlafend in Form einer gewundenen Schlange in jedem Menschen am untersten Punkt der Wirbelsäule im Muladhara zu deutsch Wurzelchakra. Das Ziel ist es diese Kraft durch den mittleren Sushuma Nadi, (Nadi= zentraler Nerv des Astralkörpers, der Prana(= kosmische Energie) transportiert) nach oben zu ziehen bis zum Kronenchakra, dem Saharara und… Erleuchtung zu erleben…Der Weg ist aber nicht leicht, er erfordert viel Selbstdisziplin. Der Yogi ist mäßig im Essen und Trinken, trinkt keinen Alkohol, raucht nicht und ist keine Tiere. Er ist ein wirklicher Aspirant auf etwas was jenseits all den menschlichen Leidenschaften, wie Essen, Trinken und Sex ist. Daher finden nicht viele Leute Geschmack an diesem Weg der Entsagung, weil sie nicht in der Lage sind, sich vorzustellen, was sie im Gegenzug für alle ihre auf sich genommenen “Leiden” bekommen sollen. Letzlich weil sie nicht erkannt haben, dass der Genuß der sinnlichen Leidenschaften das Leiden erzeugt und die Entsagung davon die Befreiung ist. Auch ich begreife das nur ganz ganz langsam, doch das einzig wirklich Verwandelnde ist die Überwindungsenergie. Anders ausgedrückt: Das einzig Verwandelnde ist regelmäßiges Üben. Ich tue es zwar im Moment überhaupt nicht, bin langsam im Begreifen, rauche, bin lüsternd, kleinlich und gierig, aber eine gemeinsame Vision ist doch möglich. Hare Krshna

  20. Die Kommentare hier sind leider wenig erheiternd:
    Der Sklave hadert noch gern mit dem vorgehaltenen Spiegel.
    Der Bote wird traditionell zügig geköpft.
    Die “armen im Geiste” (so katholisch bin ich selten) leben halt gern im “Himmelreich”.
    Erst nach der Insolvenzerklärung des Reiseveranstalters werden sie das “all inklusiv” als Höllentour erkennen. Bis dahin blühen weiterhin die Neurosen.
    Vieleicht befördert erst der “Arsch an der Wand” die Denkfähigkeit?

  21. Die Beschreibung der Konsumwelt mit ihrer Propaganda finde ich ganz gut getroffen. Auch sonst kann ich inhaltlich dem Grundtenor einer manipulativen Gesellschaft zustimmen. Was mir aber eindeutig missfällt ist der Duktus dieser Zeilen und die Pauschalisierung. Ist mir viel zu von Oben herab. Außerdem klammert er völlig das Thema Angst aus, ohne die sicher viel mehr Menschen aufwachen würden. Denn die meisten, die ansatzweise begriffen haben, in welch ungerechtem System wir leben, wissen, wie schwierig es ist, sich von all den Suggestionen frei zu machen und die Unsicherheit nicht mehr von einem System, das auch Geborgenheit suggerieren kann, getragen zu werden.

    „Es gibt sie, die Freien, die in Solidarität auf Dich warten.“ – das finde ich die richtige Haltung. Doch du zerstörst diese Geste gleich wieder:

    „Den Weg der geistigen Gefangenschaft weiter zu gehen, ist Deine eigene Entscheidung, Deine Verantwortung. Wenn Du, Sklave, weiter die Augen vor all dem verschließt, sollte es keine Überraschung für Dich sein, wenn irgendwann, wir Dich verachten„
    Hieran stört mich alles.

    1. Der Begriff Sklave: ich weiß was du damit meinst aber ich finde das übertrieben. Ein Sklave ist für mich etwas anderes. Das mögen viele Menschen in der dritten Welt sein, die sich unter unverantwortlichen Bedingungen zu Tode schuften. Verblendung ist für mich ein absolut ausreichend starkes Wort. Im Übrigen ist nicht jeder innerhalb des Systems verblendet, sondern viele leisten einen großen Dienst für die Gemeinschaft. Differenzieren ist notwendig!

    2. Um eine Entscheidung zu treffen muss man erst mal erkannt haben dass es zwei (bzw. noch viel mehr) Seiten der Medaille gibt – man entscheidet sich kaum FÜR Verblendung sondern man erkennt keine andere Realität oder ist nicht mutig genug sie anzuerkennen (siehe Angst). Das macht auch mich traurig, finde es aber albern das so zuzuspitzen – in die die Wahrheit kennen und die sie nicht kennen. Wir alle kennen die Wahrheit nicht!!! Wir können uns gemeinsam ihr annähern – mehr nicht!

    3. Verachtung – das finde ich zum Kotzen. Das ist nur elitär und widerspricht vollständig dem Bild von einer wartenden solidarischen Gruppen. Verstehe mich richtig – auch mich macht Verblendung wütend – aber Verachtung und Hass sind eindeutig der falsche Weg, um Menschen dabei zu unterstützen zu anderen Erkenntnissen zu kommen – das ist nur arrogant!

    „Das Mitleid mit Dir ist es, das die Freien dazu bringt Dich immer wieder wachzurütteln…“
    Da widerspreche ich. Wieder sehr abwertend. Im Übrigen brauchen wir eine kritische Masse. Sonst werden wir nichts erreichen…

    „Sie zeigen Dir, dass da etwas nicht stimmt in Dir, dass Du einige wichtige Fragezeichen übersehen hast. Wir wollen Dir nicht einmal Antworten geben, wie wollen lediglich, dass Du endlich beginnst Deine Fragen zu stellen.“
    Das wiederum ist schön formuliert.

    Auf jeden Fall regiert Geld die Welt und das ist sehr traurig. Aber nur schwarz und weiß zu zeichnen ist für mich viel zu billig. Das Gesamtbild ist viel differenzierter und farbiger. Ich bin in meinen Blogs auch sehr kritisch aber ich klammere nie die eigenen Schwächen aus und versuche aufzuzeigen wie schwierig es ist sich innerlich zu wandeln. Nichtsdestotrotz bin auch ich froh, wenn endlich Arbeit Entlohnung und Anerkennung findet, die sie bisher noch nicht erntet. Und ich kenne sehr wohl die Ausgrenzung, die die trifft, die aus dem System fallen oder so nicht mehr mitmachen wollen… Ich schließe mich auf jeden Fall dem Aufruf inhaltlich an: Wacht auf!

  22. Da stand einer vor dem Käfig voll mit ausgehungerten Tigern, schrie laut “Alle sollen frei sein!” und riss die Türen auf.

  23. Wie viele sich von diesem Brief gleich angesprochen fühlen finde ich interessant.
    Beschimpfen oder Kategorisieren finde ich generell nicht gut, egal aus welchem Lager es kommt (oops, auch eine Kategorisierung).

    Scheinbar ist “den modernen Sklaven” tatsächlich ohnehin bewusst, dass sie im Hamsterrad laufen. Sie sehen es ja jeden Tag, nur denken sie nichts daran ändern zu können, weshalb sie besser gar nicht aktiv darüber reflektieren oder es zumindest wagen, geistig oder solidarisch auszubrechen.

    Es ist für mich, wie schon einige hier gesagt haben: Geduld. Ob ich kontroverse Texte schreibe oder mit dem Megaphon durch die Straßen ziehe – ich muss damit rechnen, auf taube Ohren oder verschlossene und innerlich verletzte (weil ihnen das Paradoxon ihres Daseins doch unbewusst irgendwie bewusst ist) Geister zu treffen.

    Abgedroschen aber wahr, meine Botschaft: Love and Peace to everyone. Wir müssen Bankiers umarmen, denn sie haben es verdient; das ist was ihnen wirklich fehlt.

    • Sehr gut, 2012!
      Wo treffen wir die Bankiers, die wir umarmen können? Es wäre wahrlich ein grandioser Weg, sie ihrer Macht zu berauben: Indem wir sie mit unserer Liebe überschütten… :-)

      Da fällt mir sofort Schillers “Bürgschaft” ein, die uns wichtiges über uns heute erzählt, wie versucht wird, uns zu entzweien und dass wir nur durch unverbrüchliche Freundschaft und gegenseitigen Beistand, durch unbedingte Treue und Vertrauen in der Lage sind, die Tyrannen “durch Liebe” zu “besiegen”.

      Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich
      Damon*), den Dolch im Gewande:
      Ihn schlugen die Häscher in Bande,
      “Was wolltest du mit dem Dolche? sprich!”
      Entgegnet ihm finster der Wüterich.
      “Die Stadt vom Tyrannen befreien!”
      “Das sollst du am Kreuze bereuen.”

      “Ich bin”, spricht jener, “zu sterben bereit
      Und bitte nicht um mein Leben:
      Doch willst du Gnade mir geben,
      Ich flehe dich um drei Tage Zeit,
      Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
      Ich lasse den Freund dir als Bürgen,
      Ihn magst du, entrinn’ ich, erwürgen.”

      Da lächelt der König mit arger List
      Und spricht nach kurzem Bedenken:
      “Drei Tage will ich dir schenken;
      Doch wisse, wenn sie verstrichen, die Frist,
      Eh’ du zurück mir gegeben bist,
      So muß er statt deiner erblassen,
      Doch dir ist die Strafe erlassen.”

      Und er kommt zum Freunde: “Der König gebeut,
      Daß ich am Kreuz mit dem Leben
      Bezahle das frevelnde Streben.
      Doch will er mir gönnen drei Tage Zeit,
      Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
      So bleib du dem König zum Pfande,
      Bis ich komme zu lösen die Bande.”

      Und schweigend umarmt ihn der treue Freund
      Und liefert sich aus dem Tyrannen;
      Der andere ziehet von dannen.
      Und ehe das dritte Morgenrot scheint,
      Hat er schnell mit dem Gatten die Schwester vereint,
      Eilt heim mit sorgender Seele,
      Damit er die Frist nicht verfehle.

      Da gießt unendlicher Regen herab,
      Von den Bergen stürzen die Quellen,
      Und die Bäche, die Ströme schwellen.
      Und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab,
      Da reißet die Brücke der Strudel hinab,
      Und donnernd sprengen die Wogen
      Des Gewölbes krachenden Bogen.

      Und trostlos irrt er an Ufers Rand:
      Wie weit er auch spähet und blicket
      Und die Stimme, die rufende, schicket.
      Da stößet kein Nachen vom sichern Strand,
      Der ihn setze an das gewünschte Land,
      Kein Schiffer lenket die Fähre,
      Und der wilde Strom wird zum Meere.

      Da sinkt er ans Ufer und weint und fleht,
      Die Hände zum Zeus erhoben:
      “O hemme des Stromes Toben!
      Es eilen die Stunden, im Mittag steht
      Die Sonne, und wenn sie niedergeht
      Und ich kann die Stadt nicht erreichen,
      So muß der Freund mir erbleichen.”

      Doch wachsend erneut sich des Stromes Wut,
      Und Welle auf Welle zerrinnet,
      Und Stunde an Stunde entrinnet.
      Da treibt ihn die Angst, da faßt er sich Mut
      Und wirft sich hinein in die brausende Flut
      Und teilt mit gewaltigen Armen
      Den Strom, und ein Gott hat Erbarmen.

      Und gewinnt das Ufer und eilet fort
      Und danket dem rettenden Gotte;
      Da stürzet die raubende Rotte
      Hervor aus des Waldes nächtlichem Ort,
      Den Pfad ihm sperrend, und schnaubet Mord
      Und hemmet des Wanderers Eile
      Mit drohend geschwungener Keule.

      “Was wollt ihr?” ruft er vor Schrecken bleich,
      “Ich habe nichts als mein Leben,
      Das muß ich dem Könige geben!”
      Und entreißt die Keule dem nächsten gleich:
      “Um des Freundes willen erbarmet euch!”
      Und drei mit gewaltigen Streichen
      Erlegt er, die andern entweichen.

      Und die Sonne versendet glühenden Brand,
      Und von der unendlichen Mühe
      Ermattet sinken die Kniee.
      “O hast du mich gnädig aus Räubershand,
      Aus dem Strom mich gerettet ans heilige Land,
      Und soll hier verschmachtend verderben,
      Und der Freund mir, der liebende, sterben!”

      Und horch! da sprudelt es silberhell,
      Ganz nahe, wie rieselndes Rauschen,
      Und stille hält er, zu lauschen;
      Und sieh, aus dem Felsen, geschwätzig, schnell,
      Springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell,
      Und freudig bückt er sich nieder
      Und erfrischet die brennenden Glieder.

      Und die Sonne blickt durch der Zweige Grün
      Und malt auf den glänzenden Matten
      Der Bäume gigantische Schatten;
      Und zwei Wanderer sieht er die Straße ziehn,
      Will eilenden Laufes vorüber fliehn,
      Da hört er die Worte sie sagen:
      “Jetzt wird er ans Kreuz geschlagen.”

      Und die Angst beflügelt den eilenden Fuß,
      Ihn jagen der Sorge Qualen;
      Da schimmern in Abendrots Strahlen
      Von ferne die Zinnen von Syrakus,
      Und entgegen kommt ihm Philostratus,
      Des Hauses redlicher Hüter,
      Der erkennet entsetzt den Gebieter:

      “Zurück! du rettest den Freund nicht mehr,
      So rette das eigene Leben!
      Den Tod erleidet er eben.
      Von Stunde zu Stunde gewartet’ er
      Mit hoffender Seele der Wiederkehr,
      Ihm konnte den mutigen Glauben
      Der Hohn des Tyrannen nicht rauben.”

      “Und ist es zu spät, und kann ich ihm nicht,
      Ein Retter, willkommen erscheinen,
      So soll mich der Tod ihm vereinen.
      Des rühme der blut’ge Tyrann sich nicht,
      Daß der Freund dem Freunde gebrochen die Pflicht,
      Er schlachte der Opfer zweie
      Und glaube an Liebe und Treue!”

      Und die Sonne geht unter, da steht er am Tor,
      Und sieht das Kreuz schon erhöhet,
      Das die Menge gaffend umstehet;
      An dem Seile schon zieht man den Freund empor,
      Da zertrennt er gewaltig den dichten Chor:
      “Mich, Henker”, ruft er, “erwürget!
      Da bin ich, für den er gebürget!”

      Und Erstaunen ergreifet das Volk umher,
      In den Armen liegen sich beide
      Und weinen vor Schmerzen und Freude.
      Da sieht man kein Auge tränenleer,
      Und zum Könige bringt man die Wundermär';
      Der fühlt ein menschliches Rühren,
      Läßt schnell vor den Thron sie führen,

      Und blicket sie lange verwundert an.
      Drauf spricht er: “Es ist euch gelungen,
      Ihr habt das Herz mir bezwungen;
      Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn –
      So nehmet auch mich zum Genossen an:
      Ich sei, gewährt mir die Bitte,
      In eurem Bunde der Dritte!”

      • Da kommen Erinnerungen hoch: Die Bürgschaft hatte ich damals in der Schule (aka. Ausbildungs-, Charaktermanipulations- und Gleichrichtezentrum) auswendig vortragen müssen…

    • Ich habe sie auch noch auswendig gelernt.
      Wie so oft, wurde mir die tiefe Bedeutung dieses und anderer Gedichte erst viel später bewusst.
      Gut, dass sie noch im Gedächtnis sind.

  24. Vielleicht ist es ja nicht der schlechteste Ansatz, wenn man akzeptiert, dass in JEDEM von uns ein bisschen der moderne Sklave steckt.

  25. wie platt soll die diskussion eigentlich noch werden? hier in diesem text wird nichts als ein vorurteil aufgebaut, festgeklopft und zementiert.

    das ist als handlungsweise mindestens genauso dämlich wie das bild, das der autor hier versucht aufzubauen. es gehört in eine schublade mit den rauchenden, saufenden und faul vor dem fernseher liegenden hartz-iv-lern und ähnlichem.

    mit solchen plattitüden werden ressentiments geweckt und fronten geschaffen. und hass gesät. das nicht zuletzt, denn es ist ein feindild, das hier aufgebaut wird.

    das spaltet immer weiter die gesellschaft und bringt uns daher keinen schritt weiter. ganz im gegenteil…

    • es gibt ungefähr 5 billionen internet-seiten, schätz ich…wenn dir die diskussion so zu wider ist, geh halt auf ne andere internetseite und spar dir deine auf phantasie basierenden umdeutungen…wie so oft bist du gerade mal wieder nur hier um gift zu verspritzen und dann wunderst du dich im nachhinein das dir so viel übles widerfährt. on the long run gilt: man kriegt was man gibt, anja…und soooooo wird das nix…(kleiner lebensratschlag, bevor sich unsere wege nun hoffentlich entgültig trennen…!)

      …und tschüss!

    • hi anja,

      ich war es, die die kritische kommenatre geschrieben, die ich immernoch teilweise berechtigt finde. in dem moment schien mir das richtige zu sein, drauf so zu antworten und ch habs auch ein bisschen übertrieben dargestellt ;) …. nun hab ich die interpretation bei dir quasi ausgelöst und das tut mir leid, weil ich bin mir sicher, dass du sie nicht richtig verstehst… Der text selbst ist auf jeden fall missverständlich. Kein grund nach wochen herzukommen um noch mal ein bisschen bezin drauf zu streuen. Du sucht überall gelegenheit, drauf zu kloppen. Was du da eigentlich äußerst ist eine projektion. Du bist diejenige, die feinde sucht unter leuten, die gar nicht deine feinde sein wollen. Frag dich bitte mal, was dich wirklich ärgert und fertig macht. was dir ohnmacht verspüren lässt und fixier dich nicht auf einzelne.

      Der babyshambler spielt gern projektionsfläche und manchmal geht er mit seinen formuliereungen “zu weit”. Aber menschen, die “zu weit” gehen auf die gefahr hin, es zu verkacken braucht dieses beschissene angepasste land… man muss nicht immer alles und auf ewig überdramatisieren, also nun ist es mal gut, ok?

  26. “Sklaven” ist schon ganz richtig … der militärisch-monetäre-Komplex – auch Wachstumskapitalismus genannt im Gegensatz zu humaner Ökonomie – kann nur mit der einen oder anderen Art von Sklaverei aufrecht erhalten werden. Welchen Begriff man dafür nutz, zb Lohnarbeiter, Angestellter oder Dienstleister etc., spielt wirklich keine Rolle. Historisch basiert die Kausalkette der so genannten “Gesellschaftsentwicklung” auf militärischer Intervention, Geldemission und Sklaverei. Freiheit existiert somit logischerweise nur in Relation zur Versklavung und Verschuldung durch einen Unterdrücker/Sieger … ohne Sklaverei brauchten wir den Begriff Freiheit gar nicht. Leider gebrauchen wir ihn aber ständig – vor allem die “Sklaventreiber” … als “Freiheit” der Materialakkumulation, als “Leidbild” einer politisch korrekten Sklavengesellschaft, in der der Sklave nie zugeben darf, dass er Sklave ist, obwohl er es genau weiß, da er sonst ( mit gutem Grund vor dem Gewaltprinzip ) Angst hat, sonst nie die Chance ( von oben) erhalten zu können sich frei zu kaufen oder zum Sklaventreiber aufzusteigen…

    Wen’s historisch-anthropologisch ernsthaft interessiert, der sollte David Graebers: “Schulden – die ersten 5000 Jahre” lesen – da wird die Geschichte der Menschen-Gesellschaft recht anschaulich und an Hand unzähliger Quellen dargestellt.

  27. Was auffällt ist die Agitation vor allem der Systemagenten und die bedauernswerten die Erkannt haben dass Sie Systemlooser sind.
    Also Schaffen wir ein gerechtes System möglichst ohne Geld ala Prof. Hörman.
    Denkende intelligente Menschen dürften da nur Zustimmen alles andere wäre Altes Denken ohne Perspektiven den Status Quo zu erhalten bis zum Untergang. Nein Danke!

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