Aus dem Wandel


Ein Gastbeitrag von Larcata (Foto: Florian Hauschild. Galerie: flickr, Profil auf DIASPORA*: florianhauschild@pod.geraspora.de)

Der Traum war aus.
Als ich erwachte, war ich wie ein Kind,
wild und ungestüm, voller Energie,
neugierig auf die Welt, rein in der Absicht
und doch unschuldig schuldig gemacht

Schnell wuchs ich heran zu einer Jugendlichen,
verliebte mich in jede neue Aufgabe,
suchte nach Vorbildern und Reibungspunkten
sah wie sich Charaktere formten oder explodierten,
begann zu verstehen, dass ich nicht alleine war…

Mit der Zeit wurde ich erwachsen gemacht
ich erkannte, welche Spiele meine,
vermeintlich, freien Mitstreiter spielten
und in welchen Mustern sie verharrten,
welch verfängliche Ziele sie erstrebten.

Nun bin ich müde und alt,
kann nicht mehr mit ansehen,
wie sie sich selbst zerfleischen,
– erlegen der Gier nach Liebe,
suchend nach Anerkennung…

Möchte einschlafen, wieder aufwachen
dieses Mal in einer wirklich freien Welt

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9 Kommentare to “Aus dem Wandel”

  1. Möchte einschlafen, wieder aufwachen
    dieses Mal in einer wirklich freien Welt

    Die erste Zeile (Resignation) können wir uns nicht leisten.
    Die zweite Zeile müssen wir uns machen.

    Es rettet uns kein höhres Wesen,
    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun.
    Uns aus dem Elend zu erlösen,
    das können wir nur selber tun!

  2. @Florian:
    Wirklich, wirklich tolles Foto!

    Dachte, befürchtete, diese Seite sei inzwischen tot.

    Nun endlich ein neuer Beitrag.

    Würde mir aber wünschen, wenn Deine Finger nunmehr nicht nur noch den Auslöser auslösen, sondern auch noch Zeit finden, die Tastatur zu liebkosen.

    Im revolutionären Sinne.

    (Scheiße, spätestens jetzt hab ich den Verfassungsschutz am Hacken!) :P

    Lange Rede, kurzer Sinn:

    Schreib! ;)

    Liebe Grüße

    Ein Stammleser

    P.S.: Überlege mir, einen Text für Dich zu schreiben. Die Konkurrenz kann nicht so zahlreich sein.
    Nicht falsch verstehen: Absolut nicht gegen diesen Text. Poesie ist wundervoll. Diese auch!

    Aber: Wut hyperventiliert! Zur Zeit aber ist diese Seite ziemlich flachatmig.

    Ruhepuls…

    Habe vor, meine Wut gegen bestehende Verhältnisse in geschriebene Worte gerinnen zu lassen.
    Wut kann sehr mobilisierend sein.

    Da denkst Du nicht anders, als ich,
    denke ich.

    Und da fühlst Du nicht anders, als ich,
    fühle ich.

    Ist ein Vorhaben, kein Versprechen.

    Habe auch noch keinen Aufhänger, meine Wut in eine Richtung zu bündeln.

    Gauck, z.B.?
    Gähn!

    Nur eine weitere Posse.
    Nur ein neues, ausgetauschtes Zahnrad im bestehenden, knirschenden System.

    Meine Wut wird ein Thema finden um sich zu kanalisieren, oder auch nicht.

    Wir werden sehen…

    @Solveigh:

    Schön mal wieder von Dir zu lesen!
    Grüße!

    • Hallo Ralf und alle anderen Leser,

      danke für deine zustimmenden Worte erstmal. Zu deiner Frage: Zur Zeit ist nun erst einmal Publikationspause hier, vielleicht ist das Projekt aber auch beendet nun, das weiß ich aber noch nicht.

      Ich sehe den Blog aber deshalb nicht als tot an sondern er ist ja auch ein Archiv vieler wertvoller Debatten, die sich vor allem auch dank eurer Beteiligung so angesammelt haben.

      Viele dieser Debatten sind relativ zeitlos und ich denke es macht Sinn den Lesern nun erstmal die Möglichkeit zu geben sich in all das mal ein wenig mehr zu vertiefen.

      Der Blog hier war auch von Beginn an als eine Art “Gesamtkunstwerk” konzipiert, von dem ich allerdings nie wusste was alles reinkommt und wann es fertig ist. Möglicherweise ist das nun der Fall, vielleicht gibt es aber auch irgendwann eine dritte Publikationsphase – je nachdem wie sich die Dinge entwickeln.

      Weitere Publikationsarbeit mache ich allerdings hier (elflorian): http://www.alex11.org (eine Seite auf der jeder seine Texte zur Debatte stellen kann) sowie wohl auch bald mal wieder hier: http://www.le-bohemien.net , wo Sebastian ja weiterhin sehr gute Arbeit leistet.

      Danke nochmal allen Lesern und Diskutanten. Bis auf wenige Ausnahmen verbitterter, extrem verblödeter und/oder dafür bezahlter Menschen die Schreibarbeitern fast chronisch alles Schlechte, was man sich so ausdenken kann vorwerfen müssen, war das hier im großen und ganzen ein sehr konstruktiver Ton und ich denke auch, dass sich die Debattenkultur im Internet insgesamt deutlich in der Verbesserung befindet.

      Ein wichtiger Schritt, denn das Internet ist ein wichtiger politischer Raum – unser Raum!

      Viele Grüße an alle und Danke für die Mitarbeit :-)

      F.H.


      Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung ;)

  3. @Solveigh:

    Von wem ist eigentlich das Zitat?

    Zu meiner Schande muss ich eingestehen: Ich kannte es bislang nicht.

    • Bin in letzter Zeit ziemlich beschäftigt, @Ralf.

      Das Zitat Ist aus einem alten Kampflied vom Anfang des 19. Jahrhunderts, das bis heute seine Gültigkeit und Kraft nicht verloren hat. Gibt es in fast allen Sprachen unserer Erde. Es ist logisch, dass es vergessen gemacht wurde…

      “Die Internationale”

  4. Auch ich wartete lieber florian
    nur ganz kurz wie kann man schule erneuern??
    abc schützen!!!!! der ernstfall grundschule!!!!

    @ralf genauso gings mir lg an alle

  5. Wandel & Wirklichkeit.

    Ja, die Revo ist ein wildes, junges, starkes Kind. Eine Naturgewalt.
    Den Kopf voller Wolken, selbst Blitze schiessen bisweilen heraus,
    aber auch lebenspendender Regen, frischer Schnee. Neuanfang.
    Der Tau, der Frühling, das Erwachen, eine neue Zeit… Wohin?
    Fragt nicht, baut mit an dieser grössten Architektur, welche die
    Menschheit sich zur Aufgabe gewählt. Ihr Name ist Zukunft.
    Sie beginnt genau in diesem Augenblick, mit diesem Atemzug…

    Morgenrot. Der Traum wird zur Wirklichkeit, die Welt kommt zu sich.

    [für A. ♥ meine persönliche Anastrophe]

    • Der Tau, der Frühling, das Erwachen, eine neue Zeit… Wohin?
      Fragt nicht, baut mit

      Es ist fatal und falsch, von Menschen zu verlangen, mitzukommen, mitzubauen, wenn sie nicht wissen, wohin die Reise geht.
      Ziellos umhertreiben, Hauptsache Aktion, Hauptsache Bewegung, möglichst im Kreis gehen, weil es ja kein Ziel gibt? Das kann’s doch wohl nicht sein!

      Das ist eine ganz gefährliche, ja irreführende Weltsicht!

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