Archiv für ‘Meinungen’

Februar 9, 2012

Brief an den modernen Sklaven

Ein Gastbeitrag von Akromath

„Es fühlt sich so toll an, Geld zu verdienen, sich kaufen zu können was man will“, sagst Du. Deine Augen funkeln während sich in Deinem Hirn das Kopfkino abspielt, zusammengesetzt aus Versatzstücken billiger Werbeclips. Die Bedürfnisse, die die Konsumpropaganda bei Dir weckt hältst Du allen Ernstes für Deine eigenen, tiefsten Wünsche. Du hast nicht eine einzige Minute in Deinem Leben dafür aufgewendet zu hinterfragen ob, und wenn ja wie sehr, Du Sklave äußerer Manipulationen bist. Hast Du Dir wirklich Formfleisch gewünscht, bevor es Dir jemand vorgesetzt hat und gesagt hat „Hier, Friss!“?

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Februar 4, 2012

Occupy Art

Aussteigen oder Umsteigen – Künstlerin in der Krise

Ein Gastbeitrag von Anabel Jujol (Bild: cc Friedland)

“General Strike Piece“ nannte die amerikanische Künstlerin Lee Lozano 1969 ihr Werk und erklärte ihren Ausstieg aus der Kunstwelt, in der sie 10 Jahre lang Erfolge gefeiert hatte, mit einer Kunst, die nicht nur gesellschaftskritisch sondern auch extrem kritisch gegenüber dem sogenannten „Kunstbetrieb“ war. Man solle sich selbst und sein Werk ganz der persönlichen und öffentlichen Revolution widmen, heißt es in dem Dokument, welches heute als selbstständiges Kunstwerk gehandelt wird.

Januar 29, 2012

Radikalisiert euch!

Kein Fußbreit dem System…

Ein Gastbeitrag von Matthias Merkle

Wir wollen Revolution machen. Nicht mehr und nicht weniger. Und ich habe jetzt jetzt bewusst wir gesagt, obwohl das ja so streng verboten ist. Aber ich habe diesen revolutionären Anspruch stets und immer als eine der wenigen notwendigen Grundvereinbarungen verstanden, wenn es um die weltweite Demokratiebewegung ging, der ich mich seit Mai 2011 mehr als verbunden fühle.

Januar 13, 2012

Der kommende Aufstand

Revolution zwischen Theorie und Praxis (aktualisierte Fassung)


Ein Gastbeitrag von Daniel Mützel

Es war Lenin, der über deutsche Revolutionäre spottete, sie würden, wenn sie einen Bahnhof stürmen wollten, zuvor noch Bahnsteigkarten kaufen (und die Quittung auf Öko-Papier anständig im Mülleimer entsorgen, könnte man heute hinzufügen).

November 26, 2011

Matrix Multiplication…

Wenn gilt: Wissen ist Macht – teilen wir diese Macht!

Ein Gastkommentar von “Akareyon”

Das schlimmste, was den Weltenlenkern passieren kann, ist, dass wir unsere Forderungen nicht mehr an sie richten. Nicht sie sind die Adressaten einer Forderung nach einer besseren Welt, denn sie werden die Völker wieder abspeisen mit leeren Versprechungen und vergifteten Geschenken. Adressat sind unsere Nachbarn, Kollegen, Freunde und Verwandten, diejenigen, die in der Bewegung noch ein buntes Gewusel aus Neo-Hippies, Bombenlegern, ewigen Studenten und Verschwörungsspinnern sehen.

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November 22, 2011

Sahra Wagenknecht an der HU Berlin – Eine kritische Würdigung

Die Systemfrage nicht nur stellen, sondern sie auch debattieren…

Von Florian Hauschild

Am Abend des 22. November 2011 lud der SDS der Berliner Humboldt-Universität zum Gespräch mit Sahra Wagenknecht. Der Titel der Veranstaltung: “Eurokrise, Krise der Hochschulen, gemeinsamer Widerstand?” Eine offensichtliche Suche nach Dialog der Linken-Vize mit „der Bewegung“. Wer sich auf Augenhöhe begibt, dem sollte auch Beachtung geschenkt werden. Denn auch wenn sich „die Bewegung“ deutlich gegen Parteien positioniert, so ist auch klar: Noch existieren sie.

November 17, 2011

Die Konzernmedien und “occupy”/#globalchange – Eine Replik

Foto: tranchis

Am 14. November 2011 veröffentlichte Jörg Hätzschel in der Süddeutschen Zeitung den Artikel “Die Kälte im Camp”. Der Artikel ist online hier abrufbar. Gastautor Richard Grünfink mit einer Replik

November 13, 2011

Mehr Radikalität wagen – Der Protest muss sich zuspitzen

Die zweite Phase von “Occupy” und “Global change”

Von Florian Hauschild

Was vor zwei Monaten noch undenkbar erschien ist mittlerweile eine allgemeingültige Banalität: In Deutschland gehen Menschen auf die Straße um gegen das noch bestehende System zu demonstrieren. Allein vergangenen Samstag waren es wieder 18.000. Fast jeder „Experte“, „Nicht-Experte“, „Verschwörungstheoretiker“, „Unterwanderungsparanoiker“ und viele Akteure mehr haben zu diesem Sachverhalt nun ihre Meinung geäußert und versucht „die Bewegung“ einzuordnen. Zeit für ein Zwischen-Resümee, Zeit aber auch für mehr Radikalität!

Oktober 24, 2011

Neues aus dem Schwarm

Eine Replik auf die Interpretation der Konzernmedien

Von Florian Hauschild (Bild cc: Deutsches Bundesarchiv)

Seit wir am 15. Oktober 2011 auch in Deutschland den Sprung auf die Straße geschafft haben, überschlagen sich die Konzernmedien mit Interpretationen über „die Bewegung“. Schnell wurde uns nun das Label „Occupy“ angeheftet. Dabei wird allerdings gut und gerne ignoriert, dass „wir“ eben nicht einfach mal so als US-Kopie aus dem Nichts entstanden sind.

Oktober 23, 2011

Freigeist

Freigeist zu sein, ist die Erkenntnis mit den meisten, den Vielen und ihren Gemeinschaften, eine gemeinsame, verbindende, mitunter auch schützende Basis, gleicher Werte und gleichartiger Wege des Geistes zu Erlangung von Werten, verloren zu haben. Freigeist zu sein ist nicht die Einnahme eines Standpunktes, sondern der Verlust eines jeden, für den Ersatz eines immer nur kurzfristig gültigen und wage erkennbaren Bezugs seiner selbst, auf immer während einwirkende Veränderungen.  Ein Gastbeitrag von Heinz Sauren

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